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Wenn im Winder der Wind durch die Fenster pfeift und die Heizung permanent weit aufgedreht ist, senkt das nicht nur die Lebensqualität der Mieter oder Eigentümer. Es kostet vor allem viel Geld, da unnötig Energie verbraucht wird. Gerade in der kalten Zeit, wenn das Bedürfnis nach warmen Wohnungen steigt, lohnt ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Heizung, da diese etwa 70 bis 80 Prozent der gesamten Energie eines Haushaltes verbraucht. "Viele Bundesbürger verschenken jedes Jahr Geld, obwohl meist schon einfache Maßnahmen genügen, den Energienbedarf zu senken", bestätigt Dr. Gerhard Creutz, Vorstandssprecher der Allianz Dresdner Bauspar AG.
Beispiel Wohnraumtemperatur: Vielfach reicht eine Temperatur von etwa 20 Grad in bewohnten Räumen, um eine behagliche Atmosphäre zu schaffen. In nicht genutzten Zimmern oder Schlafräumen kann es auch ein paar Grad kühler sein. Auf diese Art lassen die Heizkosten schnell und deutlich reduzieren: um bis zu sechs Prozent pro ein Grad weniger Innentemperatur. Viel Energie und Geld wird auch beim Lüften im Winter verschwendet. Kurzes, aber mehrfaches Stoßlüften ist wesentlich effektiver als ein stetiger, leichter Luftzug durch gekippte Fenster. Zudem sollten Heizkörper nicht durch Möbel zugestellt und die Heizungsventile beim Lüften geschlossen werden. Die Verwendung von Energiesparlampen spart zusätzlich viel Strom, gerade in der dunklen Jahreszeit. Die höheren Anschaffungskosten der Glühbirnen gleichen sich durch die wesentlich längere Lebensdauer und niedrigeren Energiebedarf aus.
Darüber hinaus können die Energiekosten vor allem durch modernere Heizgeräte und gute Isolierung gesenkt werden: "Der Bau von Energiesparhäusern oder die Modernisierung der Heizungsanlage kosten zwar zunächst viel Geld. Auf lange Sicht lassen sich aber die Heizkosten um bis zu 80 Prozent reduzieren", so Creutz von der Allianz Dresdner Bauspar AG. Auch bei Altbauten kann durch Modernisierungen der Energiebedarf um bis zu 75 Prozent gesenkt werden.
Neben dem Austausch der Heizkessel, der zudem durch die Energie-Einsparverordnung für bestimmte Typen sogar gesetzlich vorgegeben ist, lohnt sich daher auch effektive Isolierung der Außenwände mit 30 Zentimetern Dämmung sowie die Ausrichtung des Hauses nach Süden. Auch der Austausch einfach verglaster Fenster durch Doppelfenster oder Isolierscheiben hilft beim Sparen und erhöht Wohnkomfort und Wert der Immobilie zugleich. Dieses Argument sollten sich Mieter bei Verhandlungen mit ihrem Vermieter zu eigen machen, wenn es um eine mögliche Kostenübernahme für energiesparende Maßnahmen geht. Und für alle Eigentümer gilt: Zahlreiche Programme der EU, der Bundesregierung, der Länder und Kommunen sowie von Institute wie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördern das energiesparende Bauen durch Beihilfen oder vergünstigte Kredite. Empfehlenswert ist in diesem Fall der Gang zu einer Bausparkasse. Die Spezialfinanzierer kennen die Förderprogramme und verfügen über eine reichhaltige Produktpalette, um notwendige oder kostensparende Modernisierungen günstig zu finanzieren. Mit einem klassischen Bauspardarlehen, Kombinationsfinanzierungen oder Sofortgeld lassen sich die baulichen Maßnahmen schnell und ohne großen bürokratischen Aufwand in Angriff nehmen.
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