Rund 160 000 Euro muss eine Familie in Deutschland durchschnittlich für ein Eigenheim aufbringen. Jeder zweite Bundesbürger träumt davon - und selten waren die Bedingungen attraktiver, in Immobilien zu investieren. "Die Zinsen sind so günstig wie seit mindestens 20 Jahren nicht mehr. Damit sinken die Kosten für eine Finanzierung gleich um mehrere tausend Euro", sagt Gerhard Creutz, Sprecher des Vorstandes der Allianz Dresdner Bauspar AG. Seine Empfehlung: Da mittelfristig die Zinsen wieder steigen dürften, sollten potentielle Bauherren das günstige Umfeld nutzen. Beispiel:
Ein Hypothekendarlehen der Dresdner Bank kostet derzeit (Stand 16.05.2004), ab einer Finanzierungssumme von 100 000 Euro, 1 % jährlicher Tilgung und einer Laufzeit von 10 Jahren, effektiv 5,09 %. Noch vor wenigen Jahren musste der künftige Eigenheimbesitzer mit durchschnittlich 6,5 - 7 % Darlehenszins rechnen. Hypothekenzinsen waren auch schon zweistellig und können sich jederzeit wieder in diese Richtung entwickeln.
Mit Bausparverträgen können sich Sparer langfristig und unabhängig von der Zinsentwicklung günstige Konditionen sichern. Die Allianz Dresdner Bauspar AG bietet derzeit beispielsweise den Tarif 1 Plus mit einem späteren Darlehenszins von effektiv 4,14 %. Günstige Finanzierungsmöglichkeiten bieten zudem die Konstantmodelle der Bausparkassen, bei denen ein Bausparvertrag mit einem Bankvorausdarlehen kombiniert wird. Der große Vorteil: Schon bei Vertragsabschluß kennt der Kunde seine künftige konstante monatliche Belastung - und das bis zu einer Finanzierungslaufzeit von 30 Jahren und mehr!
Mit dem eigenen Haus erfüllt sich der Bauherr aber nicht nur einen Traum und erhöht seine Lebensqualität, schon auf mittlere Sicht spart er damit auch deutlich Geld. Bei vergleichbaren Objekten - 750 Euro Monatsmiete oder 200 000 Euro Kaufpreis - lebt der Eigentümer schon nach 6 Jahren billiger als der Mieter, ergab eine Berechnung der Allianz Dresdner Bauspar AG. Und im Alter geht die Vermögensschere zugunsten des Häuslebauers sogar dramatisch auseinander.
Niedrige Zinsen sind aber nicht nur künftige Bauherrn interessant: Wer bereits eine Immobilie abzahlt, sollte eine Umschuldung prüfen, rät die Allianz Dresdner Bauspar AG. Sinnvoll sei dies aber nur, wenn Gebühren und Bearbeitungskosten sowie eventuell anfallende Vorfälligkeitsentschädigungen den Zinsvorteil nicht zunichte machten. "Wer in Immobilien als Anlageobjekt, etwa zur Vermietung, investiert, kann ebenfalls vom Zinstief profitieren, da die Rendite entsprechend steigt", so Experte Creutz.
Entspricht die Lage Ihren Vorstellungen? Liegt das Objekt ruhig?
Ist die Verkehrsanbindung gut (öffentlicher Nachverkehr, Entfernung zum Arbeitsplatz, Autobahnanschluss)?
Wie gut sind Infrastruktur mit sozialen Einrichtungen (Ärzte, Kindergarten, Schule) sowie Möglichkeiten für Einkauf, Freizeit- und Sport? Wie weit sind diese Angebote jeweils entfernt?
2. Ausstattung:
Wie soll Ihr künftiges Eigenheim aussehen (z. B. freistehendes Einfamilienhaus, Reihenhaus)?
Wie viel Fläche benötigen Sie (Wohnfläche, Keller, Garten, Garage)?
Haben Sie Sonderwünsche (Sauna, Hobbyräume, Partykeller)?
Wie soll das Haus versorgt werden (Öl, Gas, Sonne)?
Wie ist der Zustand des Objektes insgesamt (etwa Feuchtigkeit)?
Welchen Zustand haben Heizung, Sanitäreinrichtungen Öltank etc.?
Die mögliche monatliche Kreditbelastung hängt ab vom verfügbaren freien Einkommen nach Abzug der Lebenshaltungskosten sowie Kosten für Versicherungen, Jahresurlaub und weitere Anschaffungen. Berücksichtigt werden sollten zudem die Nebenkosten (Heizung, Wasser etc.) des neuen Eigenheims sowie eine Instandsetzungsrücklage.
Das eigene Haus sollte vor Rentenbeginn schuldenfrei sein.
Im Regelfall benötigt der künftige Eigentümer etwa 20 Prozent Eigenkapital.
Daneben sollten noch finanzielle Reserven für unvorhersehbare Belastungen vorhanden sein.
Zum Kaufpreis für Grundstück und Haus addieren sich zahlreiche Nebenkosten, etwa für, Notar, Grunderwerbssteuer und ggf. Makler. Dafür sind etwa 5-10 Prozent des Kaufpreises einzuplanen.