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Wohngifte - erkennen und bekämpfen


Der Teufel steckt oftmals im Detail. Diese "Weisheit" gilt leider auch für unsere Wohnräume. Nicht alles, was auf den ersten Blick sauber und frisch renoviert aussieht, ist für den Menschen unbedenklich. In allzu vielen Wohnungen und Häusern erreicht die Belastung durch Chemikalien in Wandfarben, Teppichböden und anderen Materialien gesundheitsgefährdende Ausmaße. Aber wie stelle ich fest, ob meine vier Wände durch Wohngifte kontaminiert sind? Und was kann gegen die Belastung getan werden? Diese Checkliste gibt erste Hinweise.

Anzeichen für Giftstoffe in der Wohnung:

Sind andauernde und nicht geklärte Gesundheitsstörungen möglicherweise auf Giftstoffe in Ihrer Wohnung zurückzuführen? Wenn Sie die meisten der folgenden Fragen mit "Ja" beantworten, liegt der Verdacht nahe, dass Ihr Wohlbefinden durch Formaldehyd, Giftstoffe aus Holzschutzmitteln, Farben, Lacken oder anderen Materialien beeinträchtigt wird.

  • Notieren Sie zunächst, welche Gesundheitsbeeinträchtigungen festgestellt wurden.
  • Hat sich in der Wohnumgebung vor dem Auftreten der Beschwerden etwas geändert?
  • Wurden größere Mengen Holzschutzmittel in Innenräumen verwendet?
  • Sind die eingesetzten Holzschutzmittel vor 1980 gekauft worden?
  • Sind Fußböden, Decken oder Wände aus Spanplatten gefertigt?
  • Wurden Isolier- oder Ortsschäume in den Wohnräumen verarbeitet?
  • Treten die Beschwerden an bestimmten Stellen in der Wohnung auf?
  • Befindet sich in näherer Umgebung eine chemische Reinigung?
  • Verschwinden die Symptome außerhalb der Wohnung/des Hauses?
  • Bemerken Sie stechende oder unangenehme Gerüche, wenn längere Zeit nicht gelüftet wurde?
  • Sind Haustiere erkrankt oder Zimmerpflanzen eingegangen?
  • Hält Ihr Arzt eine Wohngiftschädigung für die mögliche Ursache Ihrer Erkrankung?

Die Suche nach der Ursache:

Deuten alle Anzeichen darauf hin, dass Ihre Beschwerden auf Wohngifte zurückzuführen sind, müssen die Schadstoffquellen im häuslichen Bereich ausfindig gemacht werden. Bei der Analyse sollte Folgendes beachtet werden:

  • Aufgrund der langen Aufenthaltsdauer sind Schlafräume, Wohn- und Kinderzimmer vorrangig zu prüfen.
  • Grenzen Sie möglichst vorab Emissionsquellen ein, um Kosten niedrig zu halten.
  • Welches Ziel hat die Untersuchung?
    • Übersicht und Orientierung
    • Schadensersatzforderung
    • Sanierung
  • Bei der Auswahl eines geeigneten Fachgutachterbüros hilft jede Verbraucherzentrale.
  • Holen Sie nach Möglichkeit mehrere Angebote ein.
  • Besprechen Sie die Analyse vor Auftragserteilung genau.
  • Nur anerkannte Mess- und Analyseverfahren werden offiziell akzeptiert (z.B. DIN-Normen und VDI-Richtlinien).
  • Das Gutachterbüro sollte mit dem Qualitäts- sicherungssystem (z.B. ISO 9000) arbeiten.
  • Die Analysekosten setzen sich zusammen aus:
    • Probeentnahme
    • Analyse
    • Untersuchungsbericht
    • Bewertung der Ergebnisse und Beratung
    • Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes
   
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