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Anlegen von Gartenwegen und Terrasse in Eigenleistung


Wer bei der Verschönerung seines Gartens selbst Hand anlegt, kann jede Menge Kosten sparen. Doch damit die Arbeit schnell und reibungslos vonstatten geht, gilt: Gute Vorbereitung und geeignetes Werkzeug sind die halbe Miete!
  • An Werkzeug benötigen Sie Schubkarre, Schaufel, Rüttler, Zollstock und Schnur, Bandmaß, Wasser- und Schlauchwaage, Abziehlatten, Lehren, Flex, Pflasterhammer und einen Besen. Nicht alles müssen sie teuer selbst erwerben: Spezialwerkzeuge können auch bei Baumärkten gemietet werden.


  • Die wichtigste Voraussetzung für gutes Gelingen ist eine gründliche Arbeitsvorbereitung. Dazu zählen Festlegung der Höhen, des Gefälles und der Gefällerichtung für die Entwässerung. Vorab sollten die zu erstellenden Wege am besten mit Richtschnüren oder unter Verwendung von Fluchtstangen abgesteckt werden. Nach Bestimmung des Pflasterverbandes werden Randeinfassungen eingemessen. Anschließend wird der Untergrund etwa 20 bis 30 cm tief abgetragen. Dabei kann ein gemieteter Kleinbagger, der auch von Laien leicht zu bedienen ist, wertvolle Dienste leisten.


  • Für den späteren Oberbau ist eine ebene Fläche als Untergrund herzustellen. Hierzu wird in diesem Fall eine Kies-Sand-Schüttung eingebracht und unter Berücksichtigung des Verdichtungsmaßes planiert. Das Verdichtungsmaß für Schüttgüter, wie z.B. eine Kies-Sand-Schüttung, beträgt im allgemeinen rund 30 Prozent. Bei grobkörnigen Schüttgütern ist darauf zu achten, dass die jeweiligen Schichtdicken weitgehend gleich sind, dadurch können spätere Setzungsunterschiede vermieden werden.


  • Eine standfeste Randeinfassung sichert die Tragfähigkeit einer Pflasterfläche, insbesondere bei Höhenunterschieden zum umgebenden Niveau oder bei sich anschließenden unbefestigten Flächen. Nach Fertigstellung der Randeinfassung wird der Oberbau eingebracht.


  • Die oberste Tragschichtebene als Unterlage für die Decke ist besonders sorgfältig auf Höhe zu bringen und lagenweise so zu verdichten, dass eine geschlossenflächige Oberfläche entsteht. Anschließend kann das Pflasterbett, z.B. in Form von Split, eingebracht werden.


  • Nun folgt das Abziehen der Bettung. Dabei helfen eingesetzte Abziehlehren. Die Lehren liegen auf Höhe und mit dem notwendigen Gefälle. Bei schmaleren Flächen oder bei Gartenwegen dient die Randeinfassung ebenfalls als Orientierung.


  • Nun kann das Pflaster aufgebracht werden. Die Breite der Fugen sollte bei rund 3 Millimetern liegen, damit diese auch vollständig verfüllt werden können. Das ist für die Stabilität des Belages unerlässlich. Nur gut verfüllte Fugen übertragen die Horizontalkräfte ohne Schaden. Längs- und Querflucht des frischen Pflasters sind wiederholt zu überprüfen. Damit sich kein Wasser sammeln kann, wird der Belag mit einem leichten Gefälle von etwa zwei Prozent verlegt. Das gilt insbesondere für eine direkt am Haus angelegte Terrasse.


  • Die Verlegerichtung führt immer weg von der bereits verlegten Pflasterfläche. Zur Sicherung im Montagezustand sollte das Pflaster unmittelbar nach dem Verlegen mit dem vorgesehenen Fugen-Füllmaterial abgestreut werden. Vor der weiteren Fertigstellung wird ggf. ein Ausgleich oder eine Ausrichtung der Fugenflucht vorgenommen.


  • Nachdem das fertig verlegte Pflaster ausgerichtet ist, wird das Fugenmaterial eingebracht. Dieses Fugenmaterial muss auf das Material der Bettung abgestimmt sein und feinkörniger als dieses sein. Das aufgebrachte Material ist vollkommen in die Fugen einzukehren bzw. unter Wasserzugabe einzuschlämmen.


  • Vor der endgültigen Verdichtung des Pflasters ist überschüssiges Fugenmaterial von der Oberfläche zu beseitigen. Es ist darauf zu achten, dass durch das Einschlämmen ein Aufweichen des Pflasterbettes vermieden wird. Bis zum Verdichtungsvorgang sollte eine Absetzzeit eingeplant werden.

    Die Verdichtung des Belages erfolgt mit einem Flächenrüttler mit auf der Unterseite angebrachter Neoprenplatte zum Schutz des Pflasters vor Beschädigung. Die Unwucht des Rüttlers sollte auf eine mittlere Frequenz eingestellt werden, um die Fugenflucht nicht zu stören. Nach Fertigstellung und Verdichten sollte das Pflaster vor Übergabe mehrere Tage ruhen und mehrmals mit dem Fugenmaterial abgestreut werden. Dadurch wird das für die Standsicherheit wichtige vollständige Verfüllen der Fugen erreicht.

    Noch ein Tipp: Für ein harmonisches Farbbild sollten Sie die Pflastersteine beim Verlegen grundsätzlich aus mehreren Paletten mischen!
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