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An Werkzeug benötigen Sie Schubkarre, Schaufel, Rüttler,
Zollstock und Schnur, Bandmaß, Wasser- und Schlauchwaage, Abziehlatten,
Lehren, Flex, Pflasterhammer und einen Besen. Nicht alles müssen sie
teuer selbst erwerben: Spezialwerkzeuge können auch bei Baumärkten
gemietet werden.
Die wichtigste Voraussetzung für gutes Gelingen ist eine gründliche
Arbeitsvorbereitung. Dazu zählen Festlegung der Höhen,
des Gefälles und der Gefällerichtung für die Entwässerung.
Vorab sollten die zu erstellenden Wege am besten mit Richtschnüren oder
unter Verwendung von Fluchtstangen abgesteckt werden. Nach Bestimmung des
Pflasterverbandes werden Randeinfassungen eingemessen. Anschließend
wird der Untergrund etwa 20 bis 30 cm tief abgetragen. Dabei kann ein gemieteter
Kleinbagger, der auch von Laien leicht zu bedienen ist, wertvolle Dienste
leisten.
Für den späteren Oberbau ist eine ebene Fläche als Untergrund
herzustellen. Hierzu wird in diesem Fall eine Kies-Sand-Schüttung
eingebracht und unter Berücksichtigung des Verdichtungsmaßes planiert.
Das Verdichtungsmaß für Schüttgüter, wie z.B. eine Kies-Sand-Schüttung,
beträgt im allgemeinen rund 30 Prozent. Bei grobkörnigen Schüttgütern
ist darauf zu achten, dass die jeweiligen Schichtdicken weitgehend gleich
sind, dadurch können spätere Setzungsunterschiede vermieden werden.
Eine standfeste Randeinfassung sichert die Tragfähigkeit
einer Pflasterfläche, insbesondere bei Höhenunterschieden zum umgebenden
Niveau oder bei sich anschließenden unbefestigten Flächen. Nach
Fertigstellung der Randeinfassung wird der Oberbau eingebracht.
Die oberste Tragschichtebene als Unterlage für die
Decke ist besonders sorgfältig auf Höhe zu bringen und lagenweise
so zu verdichten, dass eine geschlossenflächige Oberfläche entsteht.
Anschließend kann das Pflasterbett, z.B. in Form von Split, eingebracht
werden.
Nun folgt das Abziehen der Bettung. Dabei helfen eingesetzte
Abziehlehren. Die Lehren liegen auf Höhe und mit dem notwendigen Gefälle.
Bei schmaleren Flächen oder bei Gartenwegen dient die Randeinfassung
ebenfalls als Orientierung.
Nun kann das Pflaster aufgebracht werden. Die Breite der
Fugen sollte bei rund 3 Millimetern liegen, damit diese auch vollständig
verfüllt werden können. Das ist für die Stabilität des
Belages unerlässlich. Nur gut verfüllte Fugen übertragen die
Horizontalkräfte ohne Schaden. Längs- und Querflucht des frischen
Pflasters sind wiederholt zu überprüfen. Damit sich kein Wasser
sammeln kann, wird der Belag mit einem leichten Gefälle von etwa zwei
Prozent verlegt. Das gilt insbesondere für eine direkt am Haus angelegte
Terrasse.
Die Verlegerichtung führt immer weg von der bereits
verlegten Pflasterfläche. Zur Sicherung im Montagezustand sollte das
Pflaster unmittelbar nach dem Verlegen mit dem vorgesehenen Fugen-Füllmaterial
abgestreut werden. Vor der weiteren Fertigstellung wird ggf. ein Ausgleich
oder eine Ausrichtung der Fugenflucht vorgenommen.
Nachdem das fertig verlegte Pflaster ausgerichtet ist, wird das Fugenmaterial
eingebracht. Dieses Fugenmaterial muss auf das Material der Bettung abgestimmt
sein und feinkörniger als dieses sein. Das aufgebrachte Material ist
vollkommen in die Fugen einzukehren bzw. unter Wasserzugabe einzuschlämmen.
Vor der endgültigen Verdichtung des Pflasters ist
überschüssiges Fugenmaterial von der Oberfläche zu beseitigen.
Es ist darauf zu achten, dass durch das Einschlämmen ein Aufweichen des
Pflasterbettes vermieden wird. Bis zum Verdichtungsvorgang sollte eine Absetzzeit
eingeplant werden.
Die Verdichtung des Belages erfolgt mit einem Flächenrüttler mit
auf der Unterseite angebrachter Neoprenplatte zum Schutz des Pflasters vor
Beschädigung. Die Unwucht des Rüttlers sollte auf eine mittlere
Frequenz eingestellt werden, um die Fugenflucht nicht zu stören. Nach
Fertigstellung und Verdichten sollte das Pflaster vor Übergabe mehrere
Tage ruhen und mehrmals mit dem Fugenmaterial abgestreut werden. Dadurch wird
das für die Standsicherheit wichtige vollständige Verfüllen
der Fugen erreicht.
Noch ein Tipp: Für ein harmonisches Farbbild sollten Sie die Pflastersteine
beim Verlegen grundsätzlich aus mehreren Paletten mischen!
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