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Oase Gartenteich


Außengestaltung
Nach einem hektischen Tag an den Teich, etwas Futter für die herbeischwimmenden Goldfische und fast automatisch schaltet man auf Entspannung um. Kein Zweifel - ein Teich macht mehr aus dem Garten. Der kleine Luxus einer eigenen Wasserwelt lässt sich auch ohne großen Pflegeaufwand genießen. Einige einfache Tipps, wie Gartenbesitzer viel Freude und wenig Arbeit mit ihrem Teich haben.
Gerade jetzt im Sommer ist ein Wassergarten am schönsten. Doch nicht allein die Freude an der Pflanzenwelt und den sich nach kurzer Zeit einstellenden Tieren in und ums Wasser macht den Teich wertvoll. Auch ökologisch ist die Anlage eines Gartenteiches zu empfehlen. Die fortschreitende Bebauung und Versiegelung beseitigt immer mehr natürliche Wasserflächen. Viele heimische Tier- und Pflanzenarten sind dadurch vom Aussterben bedroht. Der Teich als Biotop schafft neue Lebensräume für diese Tiere und Pflanzen. Bei der richtigen Auswahl tragen sie dazu bei, das Wasser im Teich klar und algenfrei zu halten und wichtigen Sauerstoff zu produzieren. Wertvolle Unterwasserpflanzen sind zum Beispiel Tausendblatt, Wasserstern, Hornkraut, Wasserhahnenfuß oder Wasserfeder. Besonders beliebt und hilfreich beim Schutz gegen zuviel Sonneneinstrahlung und Erwärmung sind Schwimmpflanzen. Die bekannteste ist die See- oder Teichrose, deren sich öffnende Blütenkelche Liebhaber immer wieder faszinieren.
   
Damit der Teich zwar viel Freude, aber wenig Arbeit macht, sollten schon bei der Anlage einige Tipps beherzigt werden. Eine natürliche Regulierung, die biologisch auch bei Fischbesatz funktioniert, erfordert eine Teichgrundfläche ab sechs Quadratmetern. Damit Fische bei Hitze im Sommer und zur Überwinterung am Boden sicher sind, muss ein Teil des Teiches eine Wassertiefe von mehr als einem Meter aufweisen. Der Standort sollte so gewählt sein, dass der Teich einige Stunden am Tag in der Sonne liegt. Stark laubende oder nadelnde Bäume in der Nähe des Wassers sind ungünstig und erfordern verstärkte Pflegemaßnahmen.
   
Neben diesen Tipps zu Standort und Größe können Teichliebhaber zur Erhaltung der Wasserqualität zu technischen Hilfsmitteln greifen. So kann ein Teil des Wassers über einen kleinen Bachlauf geleitet werden und dann wieder in den Teich hinein oder - noch einfacher - man bewegt das Wasser und führt Sauerstoff zu, indem ein Wasserspiel (Sprudel, Wasserglocken) in den Teich eingebracht wird. Beide Varianten haben den Vorteil, dass sie neben der Sauerstoffanreicherung gleichzeitig schöne Effekte für Augen und Ohren erzeugen. Das plätschernde Wasser verstärkt die beruhigende Wirkung eines Teiches. Wenn Fische den Teich bevölkern, ist es erforderlich, dass das Wasser durch Filtersysteme gereinigt wird. Besonders effektiv arbeiten UV-Wasserklärer, bei denen UVC-Licht Krankheitskeime und Algenwachstum bekämpft. Dazu wird das Teichwasser durch verschiedene Filterwannen geführt und dann UV-Licht ausgesetzt, bevor es wieder in den Teich zurückläuft. Ein solches System arbeitet frei von Chemikalien und ist einfach zu warten. Bei erkennbaren Krankheiten können chemische Mittel Abhilfe schaffen. Wichtig: Filtersysteme abends nicht ausschalten, da Teichpflanzen ihren Organismus nachts umstellen und Sauerstoff verbrauchen. Die daraus folgende niedrige Sauerstoffkonzentration am Morgen würde das Gleichgewicht im Wasser gefährden.
   
Bei all den Vorteilen eines Teiches, sollte jedoch nicht vergessen werden, dass das Wasser auch auf Kinder eine große Anziehungskraft ausübt. Daher sollten Teichbesitzer auf Nummer sicher gehen. Schutzgitter aus verzinktem oder kunststoffüberzogene Baustahlgitter einige Zentimeter unter der Wasseroberfläche bieten besseren Schutz, als ein Zaun um den Teich herum. Die Schutzgitter sind nach Pflanzenbewuchs des Teiches kaum störend. Es besteht allgemeine Verkehrssicherungspflicht. Grundstückseigentümer und Mieter haften für sämtliche Unfälle und Schäden im Zusammenhang mit dem Gartenteich. Ein Abschluss einer Haftpflichtversicherung, die auch den Teich einschließt, ist damit für jeden Teichbesitzer empfehlenswert.

© new econ ag
Fotos: Gardena / djd, Heinrich Wieck

> Lesen Sie in AM SONNENPLATZ 2004 / 2: "In geselliger Runde oder lauschig zu zweit den Sommer genießen - die Gartenbank ist der ideale Platz dafür" und "Holzterrasse - die schönste Verbindung zwischen Haus und Garten".

   
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