Unerwünschte Ablagerungen in den Wasserleitungen lassen sich kaum vermeiden. Wurden früher Blei- und Kupferleitungen eingesetzt, geht der Trend heute zu Kunststoffleitungen. Hier wird dem Kalk wenig Angriffsmöglichkeit gegeben. Schwachpunkt im Heizkreislauf sind oft die Wärmetauscher in den Heizgeräten. Hier kann sich der Kalk leicht absetzen und zu Defekten führen. Um Verkalkungen Einhalt zu gebieten, kann man den Kauf einer Entkalkungsanlage in Erwägung ziehen. Auf dem Markt gebräuchlich sind zwei unterschiedliche Systeme.
Ökologisch nicht unumstritten ist die Lösung, mit Salzen und Zusatzstoffen dem Trinkwasser die Härte zu nehmen. Die Funktionsweise ist mit gebräuchlichen Tischwasserfiltern vergleichbar. Für die Wartung dieser Anlage entstehen regelmäßige Wartungskosten. Diese muss vom Fachmann durchgeführt werden, um eine Verkeimung der Anlage zu verhindern. Anlagen, die sich die elektrolytische Funktionsweise zu Nutze machen, fallen mit den Anschaffungskosten ins Gewicht. Für ein Einfamilienhaus ist mit ca. 2.000 Euro zu rechnen. Hierbei wird dem Wasser nicht der Kalk entzogen, sondern mittels elektrischer Spannung eine Kalk- und Magnesiumkristallbildung ausgelöst. So werden die Kristalle vom Wasser mitgeführt, ausgetragen und können sich nicht mehr in dem Leitungssystem festsetzen.
Fachleute raten zu Entkalkungsanlagen, wenn der Härtebereich über 3, also über 21 Grad deutscher Härte liegt. Ob die Technik von Nutzen ist, sollte der Käufer prüfen. Hersteller bieten oftmals Geräte zur Probe an. Erst nach eingehendem Test von Kosten und Nutzen sollte entschieden werden, ob eine Anlage angeschafft wird. Als Alternative steht weiterhin die Entkalkung der Endgeräte mit preiswerten Mitteln wie Essig oder Zitronensäure zur Verfügung.
Maßeinheiten der Wasserhärte
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Härtebereich
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Gesamthärte Millimol (mmol/l)
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Deutsche Härtegrade
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Bedeutung
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1
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bis 1,3
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0 - 7
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weich
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2
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1,3 - 2,5
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7 - 14
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mittel
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3
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2,5 - 3,8
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14 - 21
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hart
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4
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über 3,8
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über 21
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sehr hart
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