"Immergrüne" Pflanzen verlieren jährlich nur die ältesten Blätter und erscheinen dadurch ganzjährig grün. Zur Winterzeit spielen immergrüne Laubgehölze und Nadelgehölze für die Gartengestaltung eine wichtige Rolle. Im Kontrast zu Laub abwerfenden Gehölzen entfalten immergrüne Gehölze im Winter eine Lebendigkeit und Ausstrahlung, die in den anderen Jahreszeiten weitgehend in den Hintergrund treten. Gute Beispiele dafür sind Stechpalme (Ilex), Buchsbaum (Buxus), Efeu (Hedera), Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus).
Sieht man sich beim Rundgang durch den winterlichen Garten genauer um, kann man schon die Anzeichen aufs nächste Frühjahr erkennen. Auch wenn immer von der Winterruhe gesprochen wird, sind unsere Gartenpflanzen in den Wintermonaten recht aktiv. So wird bereits jetzt der Austrieb vorbereitet, und in den Knospen finden zahlreiche Zellteilungs- und stoffliche Entwicklungsvorgänge statt. Bereits kurz nach Weihnachten beginnen die Blattknospen vieler Bäume und Sträucher anzuschwellen. Die Pflanzen verbrauchen dabei Wasser. Immergrüne Pflanzen verdunsten ebenfalls Wasser über ihre Blätter und Nadeln. Daher müssen Nadelgehölze und immergrüne Laubgehölze bei frostfreier und trockener Witterung auch im Winter mindestens einmal ausreichend gegossen werden.