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Komfort zum Wohlfühlen


Barrierefreies Wohnen ist zukunftsweisend
Komfort in den eigenen vier Wänden - da gelten heute andere Standards als noch vor wenigen Jahren. Wer heute baut oder kauft, sollte an die Zukunft denken - das Zauberwort heißt "barrierefrei".
Bei der Planung ist die Beantwortung von zwei Fragen wichtig: Wie werde ich im Alter leben? Und: Wie erziele ich ein optimales Ergebnis bei einem Wiederverkauf? In den Antworten taucht immer wieder das Wort "barrierefrei" auf. Der Traum vom eigenen Haus oder der schönen Eigentumswohnung steht in unserem Bewusstsein seit Ewigkeiten ganz vorn. Wer ihn verwirklichen möchte, plant meistens weit voraus - oft auf Jahrzehnte. Aber die Maßstäbe ändern sich ständig: Die Technik von heute wird vielleicht schon morgen belächelt. Was vor ein paar Jahren als erstrebenswert galt, lässt längst viele nur noch abwinken. Doch es gibt auch einige Konstanten. Komfort der Zukunft heißt: Arbeitserleichterungen durch Technik und ein bequemes Wohnumfeld.
   
Noch scheint der Markt nicht ganz realisiert zu haben, dass barrierefreies Wohnen die Form der Zukunft ist. Dennoch gibt es schon einige Modellbauvorhaben, die das Prinzip der Barrierefreiheit konsequent umsetzen. Vor kurzem wurde ein Projekt in Bayern mit 88 Wohnungen fertig gestellt. Freundlich sind sie und hell, mit breiten, hohen Türen. Und: Die Bewohner kommen stufenlos in alle Räume. Ohne Treppenabsatz geht es zum Fahrstuhl, ebenerdig sind die Wohnungen gestaltet, bis hin zum Balkon. Bei vielen Bauträgern und Architekten ist Barrierefreiheit aber noch immer kein Thema. Dabei liegen die Vorzüge auf der Hand. Damit der Nachwuchs auch dann nicht den Kopf einziehen muss, wenn die Kinder den Eltern über die Köpfe gewachsen sind, sollten die Türen in Neubauten das Standardmaß von 1,98 Metern überschreiten, denn es ist längst nicht mehr zeitgemäß. In den barrierefreien Wohnungen sind die weit über 2 Meter hoch, schließlich werden die Menschen immer größer. Die Folge: Das Raumgefühl verändert sich, es scheint mehr Platz zu geben, die Räume sind heller. Das ist Barrierefreiheit nach oben.
   
Der Wunsch nach Komfort wird in Zukunft auch immer stärker über den Verkaufswert und die Chancen Mieter zu finden entscheiden. Das liegt natürlich auch mit an der Alterspyramide: Schon in zehn bis fünfzehn Jahren, schätzen Branchenkenner, wird der Markt schlechter für Wohnungen, die auf die Belange der Bewohner keine besondere Rücksicht nehmen. Die Ansprüche steigen, neue Entwicklungen erleichtern den Alltag zu Hause. Da gibt es zum Beispiel Küchenschränke, die elektronisch verstellbar sind: in der Höhe und diagonal. Oder Arbeitsplatten, bei denen sich die Höhe des Kochfeldes verändern lässt. Und warum soll es nötig sein, beim Kochen immer zu stehen? Der "Arbeits-Sitzplatz" am Herd ist längst keine Utopie mehr.
   

Die meisten Impulse für den barrierefreien Haushalt kommen aus dem Bereich des behindertengerechten Wohnens. Aber Komfort ist für alle da - und so werden sich manche Ideen auch auf dem breiten Markt durchsetzen. Zum Beispiel im Bad: Die moderne Wanne lädt ohne Rutschgefahr und mit bequemem Ein- und Ausstieg zum Wohlfühlen ein. Noch vor wenigen Jahren war es utopisch, im Auto unverschlossene Türen per Display angezeigt zu bekommen. Jetzt wird diese Technik Stück für Stück auch ins häusliche Leben integriert. So wird es in Zukunft selbstverständlich sein, dass eine Heizung vom Computer aus gesteuert wird. Dass die Türklingel auch gehört wird, wenn der Hausbesitzer gerade im Bad ist. Dass kein Fenster offen ist, während geheizt wird. Schon bald lässt sich per Computer, Tastatur, Internet und Handy bequem vom Sofa aus alles regeln - vom Kühlschrank bis zum Garagentor.

© Publikom Z

   
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