Wer prüfen möchte, ob seine Wohnraumluft mit Schadstoffen belastet ist, kann entweder selbst messen oder einen Experten beauftragen. In Apotheken sind einfach zu bedienende Messsysteme erhältlich. Damit kann das Vorhandensein von Stoffen wie Formaldehyd, Pentachlorphenol (PCP) oder Lösemitteln festgestellt werden.
Diverse Schadstoffe lassen sich nur mit hohem Aufwand aufspüren. Wer beim Bau eines Hauses oder nach der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen auf Nummer sicher gehen will, sollte sich an einen Dienstleister wenden, der sich auf die Analyse von Schadstoffbelastungen in Wohnbereichen spezialisiert hat. Abzuraten ist allerdings von der Beauftragung von Prüfinstituten, die direkt mit Sanierungsbetrieben zusammenarbeiten. Erkundigen Sie sich vor der Beauftragung über die entstehenden Kosten und lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag erstellen. Bei Bauvorhaben - Neu-, Um- oder Ausbau - empfiehlt sich eine begleitende Kontrolle der Bauarbeiten in Zusammenarbeit mit Architekten und Handwerkern.
Messlabors in Ihrer Nähe können auch bei der "Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.V." (AGÖF) erfragt werden. Diese Institute untersuchen anhand der AGÖF-Qualitätsrichtlinien die Schadstoffbelastung in Innenräumen. Sie beraten, machen Hausbegehungen, entnehmen Proben und testen unter anderem auf PCP, Lindan (Insektizid), Radon, Formaldehyd und Asbest. Die Institute erstellen zudem Gutachten. In einigen Fällen übernehmen einzelne Krankenkassen die Analysekosten. Oft bieten auch die örtlichen Gesundheitsämter und Technischen Überwachungsvereine (TÜV) Schadstoffmessungen an.