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Gartenwege und Terrasse mit eigener Note


Wie Sie die befestigten Flächen in Ihrem Garten optimal planen und umsetzen
Gartenwege sind mehr als nur Verkehrswege für Ihr Grundstück. Eine Terrasse - mit Pflanzen und schönen Gartenmöbeln bestückt - ziert das ganze Haus. Anlage und Ausführung dieser Flächen prägen wesentlich den Gesamtcharakter des Anwesens und geben dem Außenbereich das gewisse Etwas. Mit ein wenig Fantasie, geeignetem Material sowie handwerklichem Know-how gestalten Sie Gartenwege und Terrasse mit eigener Note.

Ein geeigneter Platz für das Anlegen einer Terrasse ergibt sich fast immer wie von selbst aus der Anordnung des Wohngebäudes auf dem Grundstück. Auf kleineren Grundstücken gilt dies meist auch für die Führung der Gartenwege, weil diese durch die Zielpunkte und die Aufteilung schon zwangsläufig vorgegeben ist. Bei größeren Gärten sollte dem Anlegen von Gartenwegen jedoch eine sorgfältige Planung vorangehen. Normalerweise erfolgt ja die Gartengestaltung - und damit auch das Anlegen von Wegen - erst nach der Fertigstellung des Hauses.

Meist haben sich während der Bauphase Pfade gebildet, durch die gängige Routen bereits vorgegeben sind. Weitere wichtige Anlaufstellen wie die Gartenhütte oder der Kompost sind sinnvoll in das Wegenetz zu integrieren. Die Planung von Gartenwegen sollte beim Neuanlegen eines Gartens erst ganz zum Schluss erfolgen, wenn wirklich feststeht, wofür welcher Gartenbereich genutzt wird. Für Hauptwege wird eine Breite von 1,20 bis 1,50 Meter empfohlen, bei Nebenwegen sind 75 Zentimeter optimal, und seltener genutzte Pfade sind mit 50 Zentimetern ausreichend bemessen.

   

Die Auswahl des geeigneten Baumaterials ist nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, hierbei sollten auch funktionale Aspekte beachtet werden. Zur Wahl stehen vor allem die Materialien Stein, Beton und Holz in unzähligen Varianten. Grundsätzlich gilt: Gartenwege wie auch Terrassen gehören beide zu den Außenanlagen und können daher aus dem gleichen Materialien erstellt werden. Teilweise werden Terrassen aber auch auf zementären Untergründen errichtet und mit Fliesen oder Platten belegt.

Auf Grund der exponierten Lage sind Gartenwege und Terrasse Witterungseinflüssen und Temperaturunterschieden in besonderem Maße ausgesetzt. Das gewählte Material sollte vor allem beständig und frostsicher sein. Wichtig ist außerdem, dass der Belag rutschfest ist und sich auch sonst gut und sicher begehen lässt. Der Unterbau und die Tragschichten sind für die langfristige Qualität der angelegten Flächen entscheidend. Nur wenn diese fachmännisch angelegt wurden, haben Sie dauerhaft Freude an Ihrer Terrasse und den Gartenwegen.

   

Mittlerweile ziemlich verbreitet und mit seiner rauen Oberfläche auch optisch sehr ansprechend istNatursteinpflaster, z.B. aus Basalt, Granit oder Sandstein, das in unterschiedlichen Größen erhältlich ist. Allerdings belastet dieses die Haushaltskasse auch mit 80 bis 150 Euro pro Quadratmeter.

Ziegelpflaster bzw. -klinker lassen sich besonders leicht und in ansprechenden Mustern verlegen. Sie sind sehr langlebig und können auch nach einer umfassenden Umgestaltung des Gartens problemlos wiederverwendet werden. Sie werden bei rund 1.100 Grad Celsius aus hochwertigem Ton gebrannt. Ihre keramischen Farben sind dauerhaft farbbeständig und lichtecht. Ziegelklinker zeichnen sich durch ihre Resistenz gegenüber Frost, Hitze, UV-Licht aus. Inklusive Unterbau und Randabschlüssen entstehen bei diesem Material Kosten von 55 bis 70 Euro pro Quadratmeter.

Eine etwas preisgünstigere Alternative ist der Werkstoff Beton. Betonsteine werden industriell gefertigt, sind in verschiedensten Formen und Formaten erhältlich und wegen ihrer gleichmäßigen Form ebenfalls leicht zu verlegen. Pro Quadratmeter Verbundsteinpflaster sind hierbei 25 bis 50 Euro zu veranschlagen. Einfache Betonplatten sind schon für rund 15 Euro zu haben. Wasserdurchlässige und befahrbare Rasengittersteine belasten das Budget mit rund 40 bis 50 Euro pro Quadratmeter.

   

Die genannten Materialien brauchen nach dem erstmaligen Verlegen praktisch keine weitere Pflege, diese wird durch Regen, Sonne und regelmäßige Benutzung gewährleistet. Nur gelegentliches Nachsanden der Fugen zur Stabilisierung ist empfehlenswert.

Allenfalls dort, wo die natürliche Reinigung durch Regenwasser fehlt, z.B. bei Carports oder vollständig überdachten Terrassen, empfiehlt es sich, Flächen aus Pflasterklinker oder Betonsteinen von Zeit zu Zeit mit Wasser - gegebenenfalls mit dem Zusatz von natürlichem Essigreiniger - abzuwaschen. Bei sehr starker Verschmutzung kann ein Hochdruckreiniger eingesetzt werden. Auf chemische Reinigungsmittel sollte grundsätzlich verzichtet werden.

Lässt man Gartenwege und Terrasse von einem Fachmann anlegen, sind dafür durchschnittlich rund 50 bis 60 Euro pro Quadratmeter zu veranschlagen. Doch das Anlegen von Gartenwegen und Terrasse kann auch sehr gut in Eigenleistung und damit Kosten sparend erledigt werden.

© Insignio (cp)
Fotos: Arbeitsgemeinschaft Pflasterklinker e.V.

>Checkliste: Anlegen von Gartenwegen

   
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