Im dritten Schritt empfiehlt es sich, die Nutzung und Einrichtung der einzelnen Räume festzulegen. Welches Mobiliar soll hinein und wie wird es aufgestellt? Am besten geht dies mithilfe maßstabsgerechter Skizzen. Gängige Maßstäbe sind 1:100, 1:50 und 1:10.
Bevor Sie anfangen zu zeichnen, sollten Sie die Größe Ihrer Möbel ausmessen und maßstabsgerecht auf Papier übertragen. Ordnen Sie das Mobiliar so an, wie Sie es möchten. Berücksichtigen Sie in dieser Phase unbedingt die Notizen und Beobachtungen Ihrer Lebensgewohnheiten. Wenn Ihre Einrichtung "steht", dann ergeben sich Raumform und Raumgröße fast automatisch. Nun können Sie festlegen, wo Türen, Fenster und Heizkörper hinkommen. Denken Sie dabei daran, dass Sie Platz brauchen, um Türen und Fenster zu öffnen.
Haben Sie für jedes Zimmer die Einrichtung festgelegt, geht es darum, die Räume zu einem Ganzen zu kombinieren. Schieben Sie die Räume - wieder mithilfe Ihrer Notizen und Beobachtungen - solange hin und her, bis Sie eine optimale Lösung gefunden haben. Dabei müssen Sie Kompromisse eingehen und Änderungen vornehmen, denn jedes Zimmer muss vernünftig erschlossen werden und die Verkehrsflächen sollten Sie so klein wie möglich halten. Das trifft natürlich nicht zu, wenn Sie von einem großzügigen Flur träumen.
Generell gilt, dass Wohnräume nach Süden und wenig genutzte Räume möglichst nach Norden angeordnet werden sollten. Achten Sie bei der Kombination der Räume daher darauf, Wohn- und Nebenräume entsprechend zusammenzufassen ? auch wenn Sie noch kein Grundstück näher ins Auge gefasst haben. Zimmer, die Wasser- und Abwasseranschlüsse benötigen, sollten neben- bzw. übereinander angeordnet werden. Dies spart Leitungs- und damit Baukosten.