replacenav
Kreditbelastung vorher prüfen


Immobilienerwerb
Der Kauf einer Immobilie verursacht meist über viele Jahre eine hohe monatliche finanzielle Belastung. Käufer sollten dies unbedingt in ihre Strategie einbeziehen, damit der Immobilienerwerb nicht mit einer unangenehmen Überraschung endet. Wer seine finanziellen Möglichkeiten falsch einschätzt, der muss unter Umständen später den Kauf rückgängig machen und kann dabei viel Geld verlieren. Damit es nicht so weit kommt, sollte der finanzielle Spielraum vor dem Immobilienerwerb ausgelotet werden.
Um auf der sicheren Seite zu sein, verweisen Kreditexperten gern auf einen einfachen Praxistest: Der Kaufinteressent sollte vorab testen, welche Monatsrate er dauerhaft verkraften kann. Die einfachste Methode besteht darin, neben der monatlichen Kaltmiete zusätzlich einen festgelegten Betrag regelmäßig beiseite zu legen. Beide Beträge, Miete plus Sparrate, sollten mindestens so groß sein wie die angestrebte Kreditbelastung. Als zusätzliche Sicherheit sollte man eine weitere Reserve von wenigstens 100 Euro pro Monat einplanen, da Eigentümer im Vergleich zu Mietern regelmäßig höhere Nebenkosten tragen müssen.
   
Die Dauer des Belastungstests sollte mindestens sechs Monate betragen, damit auch unregelmäßige Zahlungen, etwa halbjährliche Versicherungsprämien, erfasst werden. Wer mühelos über Monate den höheren Finanzaufwand schultern kann, der darf sich getrost auf die Suche nach seiner Wunschimmobilie begeben. Wem es dagegen regelmäßig schwer fällt, die zusätzlichen Mittel aufzubringen, der sollte den Eigenheimerwerb noch einmal gründlich überdenken.

Verloren ist jedoch auch in diesem Fall noch nichts. Der potenzielle Käufer hat zum Beispiel die Möglichkeit, seine separate Sparleistung zu verringern. Läuft der Praxistest mit abgespeckter Sparrate schließlich erfolgreich, kann der Eigenheimerwerb erneut konkretisiert werden. Allerdings muss der Interessent den Immobilienwunsch seinen finanziellen Möglichkeiten anpassen. In Frage kommt nur ein Objekt mit einem tragbaren Kreditbedarf. Sind zusätzliche Finanzbelastungen neben der aktuellen Kaltmiete so gut wie unmöglich, kann nur ein Objekt ins Auge gefasst werden, bei dem der monatliche Aufwand nicht höher ist als die bisherige Mietleistung. Ist für dieses Geld kein angemessenes Eigenheim zu finden, sollte man vom Erwerb einer Immobilie zunächst Abstand nehmen.
   
Ein weiteres Risiko, das Immobilienkäufer unbedingt berücksichtigen sollten, ist die Absicherung der eigenen finanziellen Leistungskraft. Tritt plötzlich Arbeitslosigkeit ein oder passiert dem Haupternährer ein Unfall, sollte die Familie alle Verpflichtungen reibungslos weiter erfüllen können. Zur Absicherung stehen verschiedene Versicherungsdienstleistungen zur Verfügung. Unbedingt zu empfehlen ist ausreichender Schutz gegen Berufsunfähigkeit (BU-Versicherung) oder gegen einen plötzlichen Todesfall (Risikolebensversicherung). Immobilienkäufer mit schmalem Budget sollten sich zudem gegen vorübergehende Arbeitslosigkeit finanziell absichern. Etliche Kreditinstitute bieten inzwischen entsprechende Schutzpakete an.

© Insignio (ge)

   
Weitere Artikel
> Jetzt Bauen und Kaufen
> Fremdwährungskredite besitzen erhebliche Tücken
> Immobilienerwerb: Vermeiden Sie Fehler bei der Finanzierung
Ihr Kundenmagazin
> informieren
> reinschauen
> probieren
> abonnieren
Titelbild 'Am Sonnenplatz'

©ADBAG 2003. Alle Rechte vorbehalten. >Impressum >Datenschutz-Grundsätze >Nutzungsbedingungen Top