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Pelletsheizung: Geballte Energie


Wurden Baufamilien früher belächelt, wenn sie mit gepressten Holzbriketts heizten, liegen sie heute voll im Trend. Holz als nachwachsender Brennstoff bindet beim Wachstum genauso viel giftiges CO2, wie bei seiner Verbrennung wieder frei wird. Holzpellets-heizungen erfüllen die Wünsche nach innovativer und ausgereifter Technik sowie Komfort und Bequemlichkeit.
Pellets werden aus natürlichem Restholz oder unbehandelten Holzspänen - ohne Zusatzstoffe - gepresst. Bei der Pressung sorgen holzeigene Substanzen für die erforderliche Bindung, es entsteht eine höhere Dichte als bei herkömmlichem Holz. Vergleicht man die gleiche Schüttmenge Pellets mit Holzspänen, weisen die Presslinge den drei- bis vierfachen Energiegehalt auf. Strenge Qualitätskriterien müssen eingehalten werden; die 6 mm breiten und 10-40 mm langen Pellets weisen eine geringe Restfeuchte auf, haben durch die Reinheit einen hohen Heizwert und hinterlassen beim Verbrennen nur wenig Asche.
   
Geliefert werden die Presslinge in Tankwagen, ähnlich wie bei Heizöl. Damit nicht mitten im Winter die Brennvorräte ausgehen, muss für ausreichend Speicherkapazität gesorgt werden. Ein trockener Kellerraum mit eingebautem Schrägboden oder ein aufgehängter Gewebesilo eignen sich für die Bevorratung. Beide Lager sollten in der Nähe der Heizung liegen. Auf kurzem Wege wird so das Brenngut vollautomatisch, meist über eine so genannte Förderschnecke, der Brennkammer zugeführt. Ist kein passender Raum vorhanden, kann ein unterirdischer Tank z.B. in den Garten gesetzt werden. Eine Saugleitung transportiert die Pellets zur Heizung. Ein so genannter Maulwurf entnimmt das Brenngut gleichmäßig von oben aus dem Lager. Der Einsatz dieses Maulwurfes in vorhandenen Öltanks, deren Besitzer auf Pellets umsteigen möchten, befindet sich derzeit in der Erprobungsphase.
   
Die Handhabung der Heizung ist genauso bedienerfreundlich wie auch bei herkömmlichen Systemen. Menügeführte Bedieneroberflächen erleichtern die Einstellung. Da die Größe der Pellets festgelegt ist, werden sie entsprechend der eingestellten Heizleistung zur Verbrennung geführt. Die hervorragenden Brenneigenschaften sorgen für ein umweltschonendes Heizen, nur wenig Asche bleibt zurück. Viele der Hersteller bieten Brenner an, die sich selbst reinigen und die Asche automatisch austragen.

Ebenso gibt es die Kombination mit Solarmodulen, für die Förderprogramme der KfW zur Verfügung stehen. Für eine eingehende Beratung stehen die Installationsbetriebe zur Verfügung, eine Koordination der Anlage mit dem Bezirksschornsteinfeger ist ebenfalls notwendig.
   
Je nach Größe und der Dämmung des Hauses wird die Heizlast berechnet, den tatsächlichen Bedarf kann ein Fachmann genau ermitteln. Pro Kilowatt Heizleistung ist von ca. 400 - 450 Kilogramm Pelletsverbrauch im Jahr auszugehen. Geht man von 15 kW Heizleistung mit 400 Kilo Verbrauch aus, ergeben sich 6 Tonnen Pellets pro Jahr. Die Recherche nach günstigen Lieferanten lohnt sich, die Preise für eine Tonne liegen zurzeit zwischen 160,- und 170,- Euro. 2 Kilogramm Pellets entsprechen 1 Liter Öl. 6 Tonnen Pellets kosten 990 Euro, 3.000 Liter Heizöl kosten 1.590 Euro. Dies bedeutet eine Ersparnis von 600,- Euro im Jahr. Diese Rechnung ist notwendig. Denn wer mit einer Pelletsheizung liebäugelt, wird feststellen, dass Kauf und Einbau mit mehr als den doppelten Kosten wie eine herkömmliche Heizung zu Buche schlagen. Doch wer in die Zukunft investiert und sich für erneuerbare Energien und Umweltschutz entscheidet, wird von Vater Staat belohnt. Unter www.bafa.de findet man Hersteller, deren Kessel die Förderkriterien einhalten, gekoppelte Förderprogramme stehen unter www.kfw-foerderbank.de zur Auswahl.
   
Pelletsheizung 15 kW als Ersatz für Öl- oder Gasheizung, Pufferspeicher 800 Liter mit Wärme-tauscher zur Nachrüstung einer Solaranlage. Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche. Kosten für Kauf und Einbau rund 16.500 Euro. Für Holzpellets-kessel ab 8 kW bis 100 kW Nennwärmeleistung und einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 88 Prozent kann ein Zuschuss von 60 Euro je kW beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. 1.700 Euro Förderung gibt es für Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 Prozent. Landeszuschüsse wurden nicht berücksichtigt. Der Immobilienbesitzer möchte sofort finanzieren. Zinssicherheit und eine konstante Monatsrate während der gesamten Laufzeit sind ihm wichtig. Die Allianz Dresdner Bauspar AG bietet dazu "Konstant" – eine Kombination aus Vorausdarlehen und Bausparvertrag. Es sollen 15.000 Euro finanziert werden.

Finanzierungsmodell "Konstant"

Bausparsumme (BSS) 15.000,00 EUR
Zuteilung voraussichtlich in 7 Jahren, 5 Monaten
Tilgungsdauer 6 Jahre, 8 Monaten
Nominalzins Vorausdarlehen 4,00 %
Nominalzins Bauspardarlehen 3,50 %
mtl. konstante Rate 123,00 EUR


Anmerkungen: Bausparvertrag im Tarif 1 Plus (40 %), Vertragsbeginn 31.12., Besparung bis Zuteilung, staatliche Förderung wird innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen gewährt und ist nicht in dieses Beispiel eingerechnet, die Zinsabschlagssteuer ist nicht berücksichtigt, Konstantmodell, Zinsbindung 7 Jahre (bis Zuteilung), Effektivzins Vorausdarlehen 4,07% (Konditionen beispielhaft und freibleibend), Effektivzins Bauspardarlehen 4,52 %. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen darf sich keine Bausparkasse verpflichten, die Zuteilung zu einem bestimmten Zeitpunkt zu garantieren. Die genannten Werte sind daher unverbindlich.

© am@new-econ.de
Foto: Junkers

Original-Ansicht des Artikels aus AM SONNENPLATZ Ausgabe 4/2005 (PDF)
   
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