replacenav
Immobilienerwerb: Eigenheim auch ohne Zulage attraktiv


Mit dem Wegfall der Eigenheimzulage endet nicht automatisch der Traum von den eigenen vier Wänden. Im Gegenteil: Viele Argumente und Förderwege unterstützen nach wie vor den Eigentumserwerb.
"Immobilienerwerb ist auf Dauer preiswerter, als ein Leben lang zur Miete zu wohnen" - diesen oder ähnliche Sätze hören potenzielle Immobilienkäufer immer wieder. Doch geht die Rechnung auch nach dem Ende der Eigenheimzulage noch auf? Die Antwort ist in den meisten Fällen eindeutig: "Ja". Zwar hat die staatliche Förderung den Hauskauf bislang erleichtert, doch auch ohne Bauförderung rechnet sich das Eigenheim. Vier wesentliche Gründe sprechen nach wie vor für die eigenen vier Wände: hohe soziale Sicherheit, Vermögensvorteile gegenüber Mietern, das anhaltend günstige Preis- und Zinsniveau sowie die Förderung durch die öffentliche Hand.
   
Die Eigenheimzulage war nur ein Instrument zur Förderung des privaten Wohneigentums. Neben dem Baugeld unterstützen öffentliche Einrichtungen und Institutionen private Investoren seit Jahren mit zinsverbilligten Krediten, öffentlichen Zuschüssen und Steuererleichterungen. So fördert beispielsweise die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Bauherren und Käufer mit einer Vielzahl zinsgünstiger Kreditangebote, deren Konditionen oft deutlich unter Marktniveau liegen. Positiv: Investoren erhalten bis zu fünf tilgungsfreie Anlaufjahre. Besonders beliebt ist das "KfW-Wohneigentumsprogramm" mit verbilligten Darlehen von bis zu 100.000 Euro. Dieses Darlehen gibt es auch bei nachrangiger Besicherung, das heißt, die Hauptfinanzierung kann über eine andere Quelle erfolgen. Umweltfreunde erhalten im Programm "Ökologisch Bauen" zudem zinsgünstige Gelder für den Neubau von Energiespar- oder Passivhäusern.

Finanzielle Unterstützung gewähren auch die Bundesländer (außer Berlin). In Nordrhein-Westfalen vergibt beispielsweise die Wohnungsbauförderungs-anstalt zinsgünstige Darlehen an private Bauherren, in Bayern die Landesbodenkreditanstalt oder in Sachsen die Sächsische Aufbaubank. Wie viel Darlehen es jeweils gibt und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen, ist von Land zu Land unterschiedlich. Ausführliche Informationen zu allen Förderprogrammen erhalten Interessenten unter anderem beim Bundesverband der Verbraucherzentralen. Tipp: Auch Städte und Gemeinden unterstützen Bauherren. So fördert etwa die Stadt München den Erwerb von Wohneigentum mit dem so genannten München-Modell, die Stadt Dresden bezuschusst Wohnverbesserungen für alte und behinderte Menschen. Die Förderprogramme der jeweiligen Städte und Gemeinden sind sehr vielgestaltig. Interessenten sollten sich bei ihrer Stadtverwaltung über etwaige Angebote informieren.
   
Der Wegfall der Eigenheimzulage rückt besonders den Bausparvertrag in den Fokus von Immobilienkäufern. Grund: Bausparer erhalten direkte staatliche Zuschüsse. Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmer-Sparzulage verhelfen Bausparern zu finanziellen Vorteilen. Förderberechtigte Ehepaare unterstützt der Staat innerhalb von sieben Jahren mit bis zu 630 Euro Wohnungsbauprämie und 602 Euro Arbeitnehmer-Sparzulage. Addiert man Prämien und Guthaben-verzinsung zusammen, erreichen Bausparverträge aktuell Renditen bis zu fünf Prozent. Außerdem sichern sich Käufer mit dem Abschluss eines Bausparvertrages die derzeitigen Niedrigzinsen auf Jahre hinaus. Tipp: Früh mit dem Bausparen beginnen, denn bereits Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr haben Anspruch auf Wohnungsbauprämie.
   
Käufer und Bauherren können unter bestimmten Umständen den Staat mittels geringerer Steuerzahlungen am Immobilienerwerb beteiligen. Das Stichwort dazu heißt "Vermietung". Für vermietete Räume können Besitzer sämtliche Aufwendungen wie Finanzierungszinsen, Renovierungskosten und die Gebäudeabschreibungen dem Finanzamt anlasten. Die Steuerstrategie lässt sich am besten mit einem Zweifamilienhaus oder einem Eigenheim mit Einliegerwohnung umsetzen. Der Eigentümer beteiligt das Finanzamt über die Gebäudeabschreibung an den Erstellungskosten für den vermieteten Teil. Weitere Entlastung bringen die Schuldzinsen für das Baudarlehen, denn die Zinszahlungen für den vermieteten Teil sind komplett abzugsfähig. Wird im Gegenzug keine allzu hohe Miete verlangt, lassen sich über Jahre Tausende von Euros an Steuern sparen.

Wichtig: Der Bauherr muss zwei getrennte Darlehensverträge mit der Bank abschließen, die der jeweiligen Wohnung eindeutig zuzuordnen sind. Den besonderen Kick erhält die Konstruktion dadurch, dass der Eigentümer für seine Wohnung möglichst viel Eigenkapital verwendet und nur wenig kreditfinanziert. Für den vermieteten Teil macht er es genau umgekehrt: so viel Kredit wie möglich, so wenig Eigenkapital wie nötig. Unterm Strich ergeben sich dadurch weitreichende Steuerersparnisse. Tipp: Vereinbaren Sie mit der Bank ein so genanntes endfälliges Darlehen, das hält die Steuerersparnis über Jahre auf konstant hohem Niveau.

© Insignio (ge)

   
Produktlösungen
> Übersicht: Bauspar-Tarife
> Konstant: Baufinanzierung sofort
Weitere Artikel
> Dicke Prozente: Starke staatliche Prämien
> Immobiliendarlehen 1x1
> Immobilienerwerb: Kreditbelastung vorher prüfen
Ihr Kundenmagazin
> informieren
> reinschauen
> probieren
> abonnieren
Titelbild 'Am Sonnenplatz'

©ADBAG 2003. Alle Rechte vorbehalten. >Impressum >Datenschutz-Grundsätze >Nutzungsbedingungen Top