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Eigenheim so günstig wie selten zuvor


Rund 100 Tage nach dem Wegfall der Eigenheimzulage können die Bundesbürger trotzdem so günstig wie selten zuvor ihre eigenen vier Wände finanzieren. Daran ändert auch die jüngste Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) nichts, wie aktuell die Dresdner Bank mitteilt. "Der Zeitpunkt für Bauen oder Kaufen war selten besser als jetzt. Die Zinsen sind nach wie vor günstig und gleichen teilweise den Wegfall der Eigenheimzulage aus", sagt Thomas Beyerle, Immobilienexperte von Dresdner Bank und Allianz.
Derzeit liegen die Effektivzinsen für ein Hypotheken-darlehen mit zehnjähriger Bindung und zwei Prozent Tilgung bei rund vier Prozent – deutlich niedriger als vor fünf Jahren mit über sechs Prozent. Angesichts der niedrigen Zinsen empfiehlt sich daher eine monatliche Anfangstilgung von zwei statt einem Prozent, um das Darlehen schneller zurückzuführen. Beispiel: 100.000 Euro sind derzeit mit 535 Euro monatlich zu finanzieren (zehnjährige Zinsbindung, zwei Prozent Anfangstilgung). Im Frühjahr 2001 musste der Eigenheimbesitzer hingegen noch monatlich 676,67 Euro für die gleiche Summe aufbringen.

Nach Angaben der Dresdner Bank haben die bisherigen zwei Zinserhöhungen der EZB die Hypothekenzinsen bislang nur gering beeinflusst. Langfristig müsse jedoch weiter mit leicht steigenden Zinsen gerechnet werden. Daher ist clever, wer sich die aktuell günstigen Zinsen langfristig sichert. Bausparen ist der beste Schutz gegen steigende Zinsen. Bei einem Bausparvertrag bewegen sich die günstigsten Darlehenszinsen momentan bei nominal 1,95 Prozent. Eine normale Ansparphase vorausgesetzt, erhält der Kunde zum geplanten Kauf- oder Bauzeitpunkt in einigen Jahren Baugeld zu effektiv knapp über zwei Prozent, was die finanzielle Belastung merklich reduziert und deutlich unter den zu erwartenden Hypothekenzinsen liegen wird.
   
Für den Kauf einer Immobilie sprechen zudem die anhaltend günstigen Baupreise: "Das Baupreisniveau hat sich seit 1995 kaum verändert", bestätigt Immobilienexperte Beyerle. Allerdings sind die Nebenkosten und, je nach Region, die Bodenpreise teilweise erheblich gestiegen. Auch die Allianz Dresdner Bauspar bestätigt: Der Erwerb der eigenen vier Wände ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich leichter geworden. Kostete 1982 der Neubau eines Einfamilienhauses inklusive Grundstück noch durchschnittlich zehn Jahresbruttogehälter, sind es derzeit weniger als acht.
   
Damit scheint sicher: "Wohneigentum wird auch weiterhin eine geeignete Anlageform bleiben, gerade als Baustein für die private Altersvorsorge", so Beyerle. Denn Eigenheimbesitzer sparen im Alter die Miete. Vor diesem Hintergrund wird auch von der Politik derzeit diskutiert, selbst genutztes Wohneigentum von 2007 an in die staatlich geförderte Altersvorsorge, die so genannte Riester-Rente, zu integrieren.

Langfristig gesehen ist die eigene Immobilie deutlich günstiger als eine gemietete Wohnung. Nach Angaben der Allianz Dresdner Bauspar AG überweist ein Mieter bei heutigem durchschnittlichen Mietniveau innerhalb von etwa 20 Jahren so viel an seinen Vermieter, wie er für ein eigenes Haus bezahlt hätte. Selbst notwendige Renovierungen und Instandhaltungen eingerechnet, lebt der Mieter schon nach 25 Jahren finanziell schlechter als der Eigentümer. Denn der Eigenheim-besitzer hat zum gleichen Zeitpunkt Haus und Gründstück abgezahlt und überdies Rücklagen für Renovierungen gebildet – das Geld für die monatliche Miete kann er sparen oder für andere Ausgaben verwenden.

Quelle: Dresdner Bank

   
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