Wichtig für die Höhe des Zinssatzes ist ferner die Summe des Eigenkapitals. Viele Baufinanzierer verlangen für Kredite, die 60 Prozent des Immobilienwertes übersteigen, einen Risikozuschlag. Der Aufpreis liegt in der Regel zwischen 0,1 und 0,3 Prozent. Ab 80 Prozent Beleihungsaufwand senken viele Geldinstitute bereits den Daumen und vergeben keine Kredite mehr. Das bedeutet: Immobilienkäufer sollten, um überhaupt Chance auf einen günstigen Kredit zu haben, wenigstens 40 Prozent des Kaufpreises aus Eigenmitteln bestreiten können. Bei einem Objektpreis von 300.000 Euro wären dies 120.000 Euro.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Kaufnebenkosten wie Maklergebühren, Notarkosten oder Grunderwerbsteuern zum Kaufpreis hinzugerechnet werden müssen und das Eigenkapital schmälern. Betragen die Kaufnebenkosten zehn Prozent, so sind in unserem Beispiel weitere 30.000 Euro Eigenmittel nötig, um eine Eigenkapitalquote von 40 Prozent zu erreichen! Tipp: Kapital aus Bausparverträgen zählen Banken zu den Eigenmitteln. Wer Monat für Monat einen kleinen Betrag in einen Bausparvertrag überweist, hat es - auch dank staatlicher Förderung - am Ende oft leichter, die geforderte Eigenkapitalquote zu erreichen.
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