Grundsätzlich jedoch ist das Interesse am Immobilienbesitz groß. Während mehr als die Hälfte der Bundesbürger bereits in eigenen vier Wänden wohnt, äußert jeder zweite Mieter Interesse daran. Rund ein Viertel hat schon einmal über Kauf oder Bau einer Immobilie nachgedacht. Weitere 20 Prozent haben sich bereits konkret informiert oder sind in der Planungsphase. Jedoch nur 4 Prozent der Mieter haben sich konkret mit der Finanzierung beschäftigt. Ein Beratungsgespräch mit der Bank haben weitere 5 Prozent geführt.
Ein wichtiges Motiv für den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung ist für die Mehrheit der Befragten die Höhe ihrer derzeitigen Miete (65 Prozent). Viele fragen sich, ob sie Mietzahlungen nicht sinnvoller zur Finanzierung eines Eigenheimes einsetzen können. Fast ebenso viele sehen in der Lage und Art der jetzigen Wohnung Anlass, über räumliche Veränderungen nachzudenken.
Die rückblickende Einschätzung der Eigentümer zeigt, dass die finanziellen Befürchtungen der Mieter in vielen Fällen unbegründet sind. Nicht das fehlende Eigenkapital, sondern die Prüfung des Immobilienobjekts wurde von den Eigentümern im Rückblick als größte Hürde (39 Prozent) empfunden. Nur ein Drittel der Eigentümer hatte Probleme mit der Eigenkapitalausstattung und der staatlichen Förderung. Die Angst vor Arbeitslosigkeit und der hohe Aufwand bei der Finanzierung wurde von den Immobilienbesitzern im Nachhinein deutlich weniger häufig als Hürde genannt als von Mietern.