Eine Gebrauchtimmobilie kann rund 30 Prozent gegenüber einem Neubau sparen. Vor zuviel Euphorie sei aber gewarnt: Etwa 15 Prozent, so das Institut für Städtebau, gehen schnell für Modernisierung und Umbau wieder drauf. (Es kann auch noch einmal der Kaufpreis sein, der in die Renovierung gesteckt wird.)
Doch der Preis ist nicht alles. Erkundigen Sie sich beim Planungsamt der Stadt und werfen Sie einen Blick in den Bebauungsplan. Das ist kostenlos und schützt vor Überraschungen. Anschließend wissen Sie, ob in der Nähe zum Beispiel eine Umgehungsstraße geplant wird.
Nutzen Sie die Besichtigungstermine, um einen ersten Eindruck der Wohngegend zu erhalten. Gibt es öffentliche Verkehrsmittel? Wie weit ist es zum Arbeitgeber und zur Schule? Wechseln Sie doch schon einmal ein paar Worte mit den zukünftigen Nachbarn. Sie werden staunen, was Sie dabei über das Haus und seine Geschichte erfahren. Lassen Sie sich vom Vorbesitzer möglichst alle größeren Rechnungen vom Haus zeigen. Und: Machen Sie Fotos. Dann können Sie in Ruhe die besichtigten Häuser miteinander vergleichen. Sie können zusätzlich einen Sachverständigen zu Rate ziehen. Er prüft den Zustand des Hauses. Die Kosten für das Gutachten richten sich nach dem Wert der Immobilie.
Seit 2002 gilt die Energieeinsparverordnung (EnEV). Damit sind neue Regelungen und Grenzwerte für energiesparendes Bauen und Modernisieren in Kraft. Wechselt der Eigentümer eines Altbaus, müssen die Vorschriften innerhalb von zwei Jahren erfüllt werden. Erkundigen Sie sich deshalb vor dem Kauf eines Ein- oder Zweifamilienhauses genau nach seinem wärmetechnischen Zustand.