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Finanzplan fürs Eigenheim


Bausparvertrag bildet ein sicheres Fundament
Die eigene Immobilie steht bei Bundesbürgern hoch im Kurs. Allerdings bereiten die benötigten Finanzmittel oft Kopfzerbrechen. Das muss nicht sein. Mit den richtigen Finanzierungsbausteinen wird der Traum Schritt für Schritt Wirklichkeit.

Den Grundstein jeder Immobilienfinanzierung bildet das Eigenkapital. 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten sollten Käufer angespart haben, mehr wäre besser. Da fast alle Geldinstitute spätestens ab einer Kredithöhe die 80 Prozent des Kaufpreises übersteigt einen Risikozuschlag verlangen, sind mindestens 20 Prozent Eigenkapitalquote anzustreben. Bei einem Haus, das 250.000 EUR kostet, sind das 50.000 EUR - eine Menge Geld.

Ein weiterer Baustein einer soliden Finanzierung ist das Hypothekendarlehen von der Bank. Hierbei gibt es einiges zu beachten: Immobilienkäufer sollten in Zeiten niedriger Zinsen den Darlehenszins möglichst lang festschreiben. In der aktuellen Phase sind 15 oder gar 20 Jahre durchaus sinnvoll. Ferner sollten Kreditnehmer Darlehen mit Sondertilgungsrechten bevorzugen. Hier kann der Schuldner überüberschüssige Mittel oder einen plötzlichen Geldsegen, zum Beispiel durch Abfindung oder Erbschaft, außerplanmäßig in den Vertrag einzahlen. Dadurch verringern sich seine Kapitalschuld sowie die Zinslast.

   
Clevere Häuslebauer sparen Eigenkapital mit einem Bausparvertrag an. Denn auch das bereits angesparte Guthaben des Bausparvertrags zählt zu den Eigenmitteln. Sinnvoll ist eine Bausparsumme in Höhe von mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten, in unserem Beispiel also 50.000 EUR. Positiv: Gerade jetzt, wo die Zinsen niedrig sind, lohnt sich der Abschluss eines Bausparvertrages. Denn wer in einer Niedrigzinsphase mit dem Bausparen startet, der sichert sich gegen einen Zinsanstieg in der Zukunft preiswert ab. Die niedrige Guthabenverzinsung während der Ansparphase fällt dabei nicht so stark ins Gewicht, weil auch Banken und Sparkassen nur geringe Zinsen zahlen. Dagegen kommt der Vorteil des günstigen Darlehens in ein paar Jahren erst richtig zum Tragen. Kauft der Bausparer in sieben oder acht Jahren eine Immobilie, profitiert er von den preiswerten Konditionen. Hypothekendarlehen könnten dann bereits wieder deutlich teurer sein als heute.
   

Ein weiterer Vorteil des Bauspardarlehens ist die Zinssicherheit bis zum Ende der Laufzeit. Dadurch können Kunden langfristig planen. Bei lang laufenden Bankfinanzierungen klappt das meist weniger, weil man nicht weiß, wie hoch die Zinsen nach Ablauf der ersten Zinsbindung stehen. Der relativ kurze Rückzahlungszeitraum des Bauspardarlehens kann beispielsweise mithilfe der staatlichen Eigenheimförderung schnell getilgt werden. Hinzu kommt, dass im Gegensatz zum klassischen Hypothekenkredit freiwillige Sondertilgungen bei Bausparverträgen selbstverständlich sind.

Ein besonderes Bonbon für Bausparer ist die staatliche Unterstützung. Der Bund greift Bausparern gezielt finanziell unter die Arme und übernimmt so einen Teil des Sparbeitrags während der Ansparphase. Wer jährlich bis zu 512 EUR in seinen Vertrag einzahlt, dem spendiert der Staat weitere 8,8 Prozent Wohnungsbauprämie hinzu, Verheiratete erhalten das Doppelte. Zudem kann der Arbeitgeber Vermögenswirksame Leistungen (VL) in den Vertrag überweisen. Dann winken weitere 9 Prozent Arbeitnehmersparzulage. Voraussetzung: Das zu versteuernde Jahreseinkommen überschreitet nicht die Verdienstgrenze von 17.900 bzw. 35.800 EUR (Ledige/Verheiratete). Natürlich kann man die VL und die Sparzulage auch zur Tilgung des Darlehens nutzen.

   

  • Eigenkapital: Mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten vor Kaufbeginn ansparen. Vorgezogene Erbschaften in Betracht ziehen.
  • Bauspardarlehen: Etwa 20 Prozent der Kaufsumme mit Bausparvertrag finanzieren. Das sichert auf lange Sicht niedrigen Zinssatz und bringt hohe Kalkulationssicherheit.
  • Hypothekendarlehen: Niedrige Zinsen langfristig festschreiben und Sondertilgungsrechte vereinbaren. Tilgungsrate wenn möglich höher als 1 Prozent wählen.
  • Staatliche Fördermittel: Wohnungsbauprämie und Vermögenswirksame Leistungen in Finanzierung einbinden.
  • KfW-Kredit: Zinsgünstige KfW-Darlehen verbilligen den Hypothekenkredit. Vorteil: anfänglich 5 Jahre tilgungsfrei, äußerst niedriger Zinssatz.
  • Förderprogramme der öffentlichen Hand: Über spezielle Finanzhilfen von Bundesländern und Kommunen informieren! Viele öffentliche Haushalte bieten Fördermittel zum Erwerb von Wohneigentum.

© Insignio (mg)


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