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Kleinverbraucher: Passivhaus


Seit Jahrzehnten ist es das Ziel von Planern und Bauherren, ein Haus zu konstruieren, das ohne Aufwand an Heizenergie ganzjährig zu bewohnen ist. In Zeiten hoher Erdgas- und Ölpreise ist ein effizienter Umgang mit Energie wichtiger denn je.
Um das Ziel zu erreichen, gilt es zwei Grundprinzipien möglichst ideal umzusetzen. Die Wärmeverluste eines Gebäudes minimieren und die Wärmegewinnung maximieren. Mit dem so genannten "Passivhaus" ist man diesem Ideal einen großen Schritt näher gekommen. Ist für ein Wohngebäude aus den 70er Jahren oftmals ein Heizenergieaufwand von 300 kWh/(m² a) nötig, muss für ein Passivhaus lediglich mit einem Verbrauch von 15 kWh/(m² a) gerechnet werden. Selbst die derzeitigen gesetzlichen Anforderungen der EnEV (Energieeinsparverordnung) aus dem Jahr 2002 mit einem Maximalverbrauch von 75kWh/(m² a) werden weit unterschritten.
   
Erreicht werden diese Werte durch die Optimierung der äußeren Gestalt des Gebäudes. Einem großen beheizten Volumen sollen kleine wärmeabgebende Außenflächen gegenüber stehen. Auch die Gebäudeorientierung ist wichtig. Zur Wärmegewinnung nutzbare Fensterflächen richten sich nach Süden und Westen, wogegen verlustärmere, geschlossene Wandflächen nach Norden orientiert sind. Hier kommen hocheffiziente Dämmmaterialien zum Einsatz. Für Außenwände muss ein U-Wert von 0,12 – 0,15 W/m² K eingehalten werden, für Dächer und Decken sollte der Wert sogar unter 0,1 W/m² K liegen. Diese Werte können sowohl bei konventioneller Massivbauweise als auch in Leichtbausystemen (Holzrahmenbau) durch innovative Detailplanung erreicht werden. Für Fenster sollte der U-Wert nicht über 0,75 – 0,80 W/m² K liegen. Das erreichen moderne 3-Scheiben-Isolierverglasungen.
   
Gute Dämmung allein genügt jedoch nicht, da Wärmeverluste durch Wärmebrücken hervorgerufen werden. Wärmebrücken werden durch mangelhafte Detailplanung oder unsachgemäße handwerkliche Ausführung verursacht. Auskragende Bauteile (z. B. Balkonplatte) und Bauteildurchdringungen sowie fehlerhafte Bauteilanschlüsse (z. B. Fensteranschluss, falscher Einbau von Steinfensterbänken) führen zu hohen Wärmeverlusten und Bauschäden. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Passivhauses ist die Dichtheit der Gebäudehaut, um das Entweichen warmer Luft zu verhindern und die Kondensation von Feuchtigkeit zu vermeiden. Neben sorgfältiger Ausführung von Putzanschlüssen helfen spezielle Schienen, Folien und Klebebänder, die entsprechende Dichtheit zu erlangen. Durch den so genannten Blow-Door-Test kann die erforderliche Dichtheit nachgewiesen bzw. kontrolliert werden.
   
Zur Maximierung der Wärmegewinnung eines Gebäudes dient passive Sonnenenergienutzung durch die Gebäudeorientierung, Brauchwassererwärmung mit Sonnenkollektoren und kontrollierte Wohnraumlüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung von 75 – 95 % aus der Abluft. Die dann noch zu erzeugende geringe Heizenergie kann durch Wärmepumpen oder Kompaktkleingeräte gewonnen werden. Die Installation eines konventionellen Heizsystems entfällt, wodurch die entstehenden Gebäudemehrkosten aus den Dämmmaßnahmen teilweise kompensiert werden. Alle Einwände von Kritikern, die oftmals unangenehmes Raumklima, Zugerscheinungen durch die Lüftungsanlage, Bedenken über die Haltbarkeit der luftdichten Gebäudehülle anführen, werden durch Erfahrungsberichte von Bewohnern Lügen gestraft und durch Langzeitstudien von Hochschulen, z. B. TU Darmstadt, über Zeiträume von weit über 10 Jahren eindeutig widerlegt.

© fl@new-econ.de

   
Ein Passivhaus mit 170 m² soll entstehen. Dazu will die Baufamilie ihren zugeteilten Bausparvertrag nutzen. Zusätzlich möchte sie eine Baufinanzierung ohne Zinsschwankungen und mit konstanten Monatsraten. Die Bauherren entscheiden sich für das Baufinanzierungsmodell "Konstant". Damit sichert sich die Familie das derzeit niedrige Zinsniveau für über 25 Jahre. Das gibt Planungssicherheit und ein gutes Gefühl.

Finanzierungsbedarf

Passivhaus (inkl. Nebenkosten,
ohne Grundstück)
260.000 EUR
Abzügl. Eigenkapital und Eigenleistung 60.000 EUR
Finanzierungsbedarf insgesamt 200.000 EUR


Finanzierung

Zuteilungsreifer Bausparvertrag (1) 50.000 EUR
   Monatliche Rate 303 EUR
Konstant (Darlehen) (2) 150.000 EUR
   Monatliche Rate Vorausdarlehen 575 EUR
   + Monatliche Bausparrate 303 EUR
   = Monatliche konstante Rate 878 EUR


Monatliche Finanzierungsrate

Bis zum 10. Jahr 1.181 EUR
Danach bis zum 25. Jahr und 10 Monate nur noch ... 878 EUR


(1) Darlehenszins 3,50% nom., effektiver Jahreszins 4,07% p.a., Darlehensbetrag 29.694 Euro, Bauspardarlehenslaufzeit: 9 Jahre und 11 Monate
(2) Angenommener Zinssatz Vorausdarlehen: 4,60% nom., anfänglicher Effektivzins 4,70% p.a., Zinsfestschreibung: 15 Jahre, Bausparvertrag im Tarif 1 Plus, Gesamtlaufzeit 25 Jahre und 10 Monate.

Konstant ist eine Finanzierungs-Lösung der Allianz Dresdner Bauspar AG. Die monatliche Rate ist abhängig von den aktuellen Zinskonditionen des Vorausdarlehens und der Zinsfestschreibungszeit. Werte beispielhaft und freibleibend.
   
Produktlösung
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