Wer ein bestehendes Objekt erwerben möchte, der sollte berücksichtigen, dass der Immobilienkauf stets einen zeitlichen Vorlauf benötigt. Objektsuche, Konditionsverhandlungen und Vertragsprocedere dauern in der Regel mehrere Wochen. Wer zu spät mit der Suche beginnt, der setzt sich zeitlich unnötig unter Druck. Nicht nur, dass sich der Kauf bis ins neue Jahr hinziehen kann und somit teurer wird als geplant. Hektisches Handeln gegen Jahresende kann außerdem zu kostspieligen Fehlern beim Objekterwerb verleiten.
Nach Erfahrungen von Immobilienexperten neigen Last-Minute-Käufer dazu, über bauliche oder technische Mängel einer Immobilie leichtfertig hinwegzusehen – Hauptsache, das Geschäft geht schnell über die Bühne. Das böse Erwachen kommt dann hinterher, wenn kurz nach dem Einzug die ersten Reparaturen anfallen. Zweiter Schwachpunkt: Unter Zeitdruck stehende Käufer akzeptieren viel zu schnell einen ungünstigen Verkaufspreis. Dies gilt umso mehr, wenn der Verkäufer in einer komfortablen Position ist. Schließlich spielt die anstehende Steuererhöhung Verkäufern in die Hände. Wer auf die letzte Minute kommt, um noch günstig zu kaufen, der kann kaum noch mit großem Entgegen-kommen seitens des Verkäufers rechnen. Im Gegenteil: Verkäufer haben wegen der anstehenden Steuererhöhung gegen Ende des Jahres gute Karten, die Preise hoch zu halten. Nur rechtzeitiges Handeln vor "Ladenschluss" kann deshalb finanzielle Vorteile sichern.
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