Ähnlich hohe Preise gibt es auch im Vordertaunus rund um die Bankenmetropole Frankfurt/Main und rund um Berlin, insbesondere im Bereich westlich der Hauptstadt samt Potsdam. Im Rest des Landes kann man durchaus deutlich preiswerter kaufen, insbesondere im ländlichen Raum. Doch hoher Freizeitwert taugt mit Blick auf den Altersruhesitz
nicht als einziges Kaufkriterium. Ein Hauch Urbanität beugt Vereinsamung vor, die Wege für Einkauf und zur medizinischen Betreuung werden womöglich beschwerlicher. Wer dann weitab vom Schuss in purer Natur wohnt, wird sicher auch beim Verkauf Abstriche hinnehmen müssen. Für Kaufimpulse sorgt gerade bei Ferienimmobilien immer wieder der Steuerspar-Aspekt. Dem Finanzamt ist allerdings glaubhaft darzulegen, dass mit der Immobilie Einkünfte erzielt werden sollen. Feriendomizile, die man aus-schließlich selbst nutzt oder Dritten unentgeltlich
zur Nutzung überlässt, eignen sich also nicht zum Steuern sparen. Eine solide Bonität vorausgesetzt, ist
der Kauf einer Ferienimmobilie sogar mit geringem Eigenkapital möglich, denn den Löwenanteil sollen die
Feriengäste und das Finanzamt zahlen. Der tatsächliche Kapital-einsatz nach 20 Jahren beträgt gerade einmal
30 Prozent des Kaufpreises, rechnet Ferienhaus-Spezialist Wolfgang Henrichs von Henrichs & Partner vor.
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