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Mit Sonnenenergie den Geldbeutel schonen


Solaranlagen - dank attraktiver Förderprogramme interessanter denn je
Sonnige Zeiten für Bauherren und Immobilienbesitzer: Alle, die den Energiebedarf ihres Hauses mit Hilfe der Sonne decken wollen, können auch zukünftig auf attraktive Förderprogramme zurückgreifen. Die Installation von Solarkollektoren und Fotovoltaikanlagen lohnt sich mehr denn je.
Seit Jahresbeginn sorgt eine gesetzliche Neuregelung, das so genannte Fotovoltaik-Vorschaltgesetz, für eine verbesserte Förderung von Solarstromanlagen - und vermutlich für einen Nachfrageschub in der Solarbranche. Die an der Gesetzesinitiative beteiligten Solarwirtschaftsverbände BSi (Bundesverband Solarindustrie) und UVS (Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft) erwarten infolge des neuen Solarstrom-Gesetzes eine weiter steigende Nachfrage nach Fotovoltaikanlagen. Bereits in den vergangenen vier Jahren hat sich der Markt auf 130 Megawatt verzehnfacht.

Gleichzeitig verpflichtet der Gesetzgeber die Stromnetzbetreiber mit der gesetzlichen Neuregelung, Anlagen zur Erzeugung von Solarstrom an ihr Netz anzuschließen. Die Stromversorger müssen den gesamten angebotenen Strom aus diesen Anlagen vorrangig abnehmen und den eingespeisten Strom vergüten. Anschaffungs- und Betriebskosten können damit erstmals vollständig gedeckt werden.

   
Die Betreiber von seit Beginn dieses Jahres neu errichteten Solarstromanlagen erhalten zukünftig mehr Geld für die Einspeisung ihres Stroms. Der Betrieb solcher Anlagen wird damit lohnenswerter. Durch die erhöhte Vergütung soll der Wegfall der zinsgünstigen Finanzierungsmöglichkeiten des 100.000-Dächer-Solarstrom-Programms der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das Mitte 2003 auslief, kompensiert werden.

Gemäß der Neuregelung sind die Vergütungen nunmehr von der Anlagengröße und dem Installationsort abhängig. Betreiber von Fotovoltaikanlagen erhalten für die Dauer von 20 Jahren eine Einspeisevergütung von mindestens 45,7 Cent pro Kilowattstunde (z.B. bei Freiflächenanlagen). Anlagen auf Dächern mit einer Leistung bis 30 kWp (Abkürzung für Kilowatt-Peak = Leistung eines Fotovoltaikmoduls bei Standard-Testbedingungen) erhalten 57,4 Cent/kWh. Bei einem Wert zwischen 30 und 100 kWp wird eine Vergütung von 54,6 Cent/kWh gezahlt. Anlagen mit mehr als 100 kWp Leistung erhalten 54,0 Cent/kWh. Für Fassadenanlagen kommt ein zusätzlicher Bonus von 5 Cent/kWh hinzu.

   
Ebenfalls seit Jahresbeginn 2004 gelten Änderungen im Marktanreizprogramm zur Förderung erneuerbarer Energien. Wer sich zur (Erst-)Installation von Sonnenkollektoren zur Brauchwassererwärmung oder Heizungsunterstützung entschließt, kann mit einem Förderzuschuss je angefangenem Quadratmeter installierter Kollektorfläche von jetzt einheitlich 110 Euro für alle Kollektortypen rechnen. Bei Erweiterung bestehender Anlagen beträgt der Zuschuss 60 Euro je angefangenem Quadratmeter zusätzlich installierter Kollektorfläche, unabhängig von der Größe der bereits bestehenden Anlage.

Ab dem 1. Juni 2004 können Solarkollektoranlagen nur noch gefördert werden, wenn der jährliche Kollektorertrag mindestens 525 kWh/m² bei einem solaren Deckungsanteil von 40 Prozent beträgt und die Sonnenkollektoren die Kriterien des Umweltzeichens "Blauer Engel" erfüllen. Anträge auf Förderung sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu stellen.

   
Neben den genannten Zuschüssen können Privathaushalte für die Installation von Fotovoltaikanlagen auch attraktive Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aus dem KfW-CO2-Minderungsprogramm beanspruchen. Da die gewährten Kredite erfahrungsgemäß für eine vollständige Finanzierung der Anlage meist nicht ausreichen, empfiehlt sich die Kombination mit einem Bausparvertrag. Ideal ist es, wenn der Vertrag bereits zugeteilt ist und die Bausparsumme unmittelbar zur Verfügung steht.

Für alle KfW-Programme gilt: Anträge sind vor Beginn des Vorhabens bei der Hausbank zu stellen. Ausgeschlossen sind die Umschuldung bzw. Nachfinanzierung bereits abgeschlossener Vorhaben sowie die Finanzierung von Betriebsmitteln. Neben den genannten Förderprogrammen des Bundes stellen vielerorts Länder und Kommunen weitere Mittel für die umweltfreundliche Energiegewinnung mittels Solarkollektoren und Solarstromanlagen bereit.

© insignio (cp)
Foto: DFS

   
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