Die Betreiber von seit Beginn dieses Jahres neu errichteten Solarstromanlagen erhalten zukünftig mehr Geld für die Einspeisung ihres Stroms. Der Betrieb solcher Anlagen wird damit lohnenswerter. Durch die erhöhte Vergütung soll der Wegfall der zinsgünstigen Finanzierungsmöglichkeiten des 100.000-Dächer-Solarstrom-Programms der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das Mitte 2003 auslief, kompensiert werden.
Gemäß der Neuregelung sind die Vergütungen nunmehr von der Anlagengröße und dem Installationsort abhängig. Betreiber von Fotovoltaikanlagen erhalten für die Dauer von 20 Jahren eine Einspeisevergütung von mindestens 45,7 Cent pro Kilowattstunde (z.B. bei Freiflächenanlagen). Anlagen auf Dächern mit einer Leistung bis 30 kWp (Abkürzung für Kilowatt-Peak = Leistung eines Fotovoltaikmoduls bei Standard-Testbedingungen) erhalten 57,4 Cent/kWh. Bei einem Wert zwischen 30 und 100 kWp wird eine Vergütung von 54,6 Cent/kWh gezahlt. Anlagen mit mehr als 100 kWp Leistung erhalten 54,0 Cent/kWh. Für Fassadenanlagen kommt ein zusätzlicher Bonus von 5 Cent/kWh hinzu.