Solarthermische Anlagen bestehen aus einem Sonnenkollektor, einer Regeleinheit mit Pumpe und einem gut gedämmten Warmwasserspeicher. Im Kollektor nehmen beschichtete Kupferbleche die Sonnenenergie auf und geben sie an die darunter angebrachten Kupferrohre ab, die die darin befindliche Flüssigkeit erwärmen. Mittels Pumpe wird die Flüssigkeit zum Wärmetauscher transportiert, wo sie ihre Energie an das Wasser im Speicher weitergibt.
Hierzulande kommen vor allem Flach-, Vakuum- und Luftkollektoren zum Einsatz. Aufgrund ihrer optimierten Dämmeigenschaften erzielen Vakuumkollektoren eine rund 80 Prozent höhere Energieausbeute, sind allerdings auch um rund ein Drittel teurer als Flachkollektoren, die laut Stiftung Warentest mittlerweile ebenfalls äußerst effizient arbeiten.
Die Montage einer Solaranlage nimmt in der Regel nicht mehr als zwei bis drei Tage in Anspruch und erfolgt als so genannte Dachintegration- oder Überdachmontage. Doch auch eine Fassaden- oder Balkonmontage bzw. Freiaufstellung ist möglich. Der Einbau einer Solaranlage bedarf in Deutschland im Regelfall keiner Baugenehmigung, Ausnahmen bestehen bei denkmalgeschützten Gebäuden.