Während der Heizenergiebedarf eines durchschnittlichen, nicht sanierten Altbaus bei rund 20 Litern Heizöl pro Jahr und Quadratmeter liegt, können fachgerecht sanierte Altbauten bei konsequenter Umsetzung aller technischen Möglichkeiten sogar die Energieeffizienz eines modernen Neubaus erreichen.
Ein Musterbeispiel für energieeffiziente Gebäudesanierung findet sich in Ludwigshafen, wo das nach eigenen Angaben erste 3-Liter-Haus unter Deutschlands Altbauten steht. Bewohnt wird das Haus von neun Mietparteien, die sich nun über eine niedrige Heizkostenabrechnung freuen können. Für den Mieter einer 100-Quadratmeter-Wohnung reduzieren sich die jährlichen Heizkosten von ehemals 700 Euro auf nunmehr 100 Euro. Der Einspareffekt ist im Wesentlichen auf folgende Faktoren zurückzuführen: eine zusätzliche Dämmung der Außenwände mit 20 Zentimetern dicken Neopor-Platten, eine hochgradig luftdichte Gebäudehülle, den Einsatz moderner Gas-Brennwertheizung sowie einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Damit nicht genug. Einige der Wohnräume verfügen sogar über einen Innenputz mit so genannten Latentwärmespeichern. Diese können Wärme, z.B. an heißen Sommertagen, aufnehmen und schließlich zeitverzögert wieder abgeben. Und zukünftig soll eine im Keller installierte Brennstoffzelle das Haus umweltfreundlich mit Strom und Wärme versorgen.
© Insignio (cp)
Fotos: Initiative "jetzt!", BASF