Die Entwicklung des Menschen ist von Expansion gekennzeichnet. Die großen Völkerwanderungen, kriegerische Eroberungen und Entdeckungen von bislang unbekannten Kontinenten erweitern unaufhaltsam den kulturellen und räumlichen Horizont. Auch in der Baukunst vollzieht sich nach und nach der Wandel vom rein zweckmäßigen zum individuell gestalteten Wohnumfeld. Mit dem Anwachsen von Städten und Wohlstand ist es nicht mehr nur der herrschenden Schicht vorbehalten, zu zeigen, was man hat. Mit der Erfindung der Dampfmaschine und der folgenden industriellen Revolution vollziehen sich in kurzer Zeit enorme technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen, die sich auch im Wohnungsbau niederschlagen. Massenwohnsiedlungen werden für die Arbeiter der unzähligen neuen Fabriken aus dem Boden gestampft. Ganz groß war damals der Wunsch nach dem eigenen Häuschen im Grünen, dem Leben in Natur und frischer Luft. Daran hat sich bis heute nichts geändert: Menschliches Bauen ist gefragt und die eigene „Höhle“ oberstes Lebensziel.
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Abbildung: Dieter Spannknebel