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König Kunde


Deutschland Serviceland. Vor allem junge und kleinere Firmen und neu entstandene ICH-AGs setzen verstärkt auf Dienstleistungen, die das Leben und Wohnen angenehmer machen.
Andrea Hüllenkremer und Sabine Haupt schaffen ein angenehmes Ambiente durch edlen Wandschmuck. Die beiden Gründerinnen von "DruckBar" fertigen seit April Digitaldrucke in Museumsqualität an. Die Aachenerinnen können Ölgemälde ebenso gut wie schon vergilbte Fotos oder Dias digital auf Fotopapier oder Leinwand drucken. Bei ihrem "Fine-Art-Printing" kombinieren die Mediengestalterin und die Ingenieurin für Foto- und Medientechnik modernste Techniken. Die neuen Bilder bleiben bis zu 75 Jahre lichtecht und archivfest. Durch einen 3-D-Scan werden sogar Ölfarbaufträge exakt wiedergegeben. Mit der Hybridtechnik können die Ausdrucke selbst weiter verarbeitet werden. Als Kunden erwarten die Jungunternehmerinnen, die zur Beratung auch ins Haus kommen, neben Museen und Galerien auch Privatleute und (Hobby-)Maler.
   
Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden sollen sich die Kunden der rufdenprofi-Gruppe sogar während eines Um- oder Anbaus. "Viele Menschen schrecken vor Baumaßnahmen zurück, weil sie den damit verbundenen Dreck fürchten", hat Johannes Steinemann erfahren. "Das gilt vor allem, wenn sie während der Arbeiten wohnen bleiben." Um den Kunden diese Hemmschwelle zu nehmen, gibt es beim Augsburger Gas-, Wasser- und Installateurmeister jetzt ein "Cleanumbau"- und "Staubfrei"-Konzept. Dabei werden empfindliche Bodenbeläge abgedeckt, Türrahmen stoßgeschützt und spezielle Staubschutztüren eingesetzt. Ein neuartiges Staubfressergerät saugt die Raumluft während der Arbeitszeit ein, reinigt sie mit Wasser und filtert sie. "So bekommen wir auch den unangenehmen Feinstaub in den Griff, der sonst durch die Luft wirbelt und sich überall absetzt", bestätigt der Geschäftsführer von Bauass Köpf, Peter Köpf, der in Füssen nach dem gleichen System arbeitet. Auf Wunsch kommt in Füssen zum Schluss ein Gebäudereiniger, der die Wohnung auf „Hochglanz poliert". Zum neuen "Plus50Service" gehört aber noch mehr. "Schon bei der Angebotsabgabe machen wir einen Wohlfühl-Check, um herauszufinden, wie wir unsere Kunden begeistern können", berichtet Johannes Steinemann. Ob es darum geht, Möbel zu verrücken, diese im Bedarfsfall einzulagern oder morgens Brötchen mitzubringen - die "Profis" verstehen sich als Rundum-Problemlöser.
   
Ein innovatives Dienstleistungsangebot haben sich auch mehr als zehn Unternehmen in Jülich ausgedacht. Ihre Kunden können zu Hause bleiben, wie der gemeinsame Internetauftritt verspricht. Und gemütlich von dort aus Handwerkerleistungen rund ums Haus ebenso wie Einkäufe, die Müllentsorgung, Dienste der Altenpflege oder ihre Hochzeitsplanung online bestellen. „Alles ist bezahlbar, denn für den Hol- oder Bringservice wird kein Cent extra berechnet“, sagt Initiator Georg Douvos. Ein Service, der vor allem älteren Menschen und Berufstätigen gefällt, die entweder nicht mehr aus dem Haus gehen können oder für Alltagsdinge keine Zeit haben. Diese Zielgruppe bedient auch Karl-Heinz Gerrmann aus Kaiserslautern. Er kümmert sich um Haustiere, wenn deren Besitzer verhindert sind. "Ich gehe mit Hunden Gassi, bringe den Papagei zum Tierarzt oder fange eine entwichene Schlange wieder ein", beschreibt der 48-Jährige seinen abwechslungsreichen Tagesablauf. Nur eine Kuh passt nicht in sein Kleintiertaxi. Aber Pferde betreut Gerrmann schon mal auf der Koppel. Zehn Euro berechnet der Pfälzer für eine Anfahrt in die Stadt, darin inklusive sind etwa 45 Minuten Betreuung für den tierischen Hausgenossen. Berührungsängste kennt der gelernte Altenpfleger nicht. Dass er mit Tieren gut umgehen kann, stellt er als ehrenamtlicher Helfer für den ortsansässigen Tierschutz seit rund 20 Jahren unter Beweis.

© HT@new-econ.de



  • ICH AGs: Arbeitslose, die eine Existenzgründung planen, sollten sich vor der Gründung eingehend beraten lassen. Eine umgangssprachlich so genannte ICH-AG wird bis zu drei Jahren von der Ar-beitsagentur unterstützt. Doch kann günstiger sein, stattdessen ein halbes Jahr lang Überbrückungsgeld zu beanspruchen. Im Internet bieten viele Webseiten teuer zu bezahlende Informationen. Kostenlos und übersichtlich informieren die Landesversicherungs-anstalten.
   
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