Der blaue bzw. gelbe Eisenhut zählt zu den gefährlichsten heimischen Giftpflanzen. Sein Gift, das sich in allen Pflanzenteilen, vor allem aber in den Wurzeln und Samen befindet, kann schon beim Pflücken in die Haut eindringen und schwere Vergiftungen verursachen. Ebenfalls komplett giftig ist die als Kübelpflanze sehr beliebte Engelstrompete, die u.a. Lähmungen und Halluzinationen hervorrufen kann. Beim wunderschön anzusehenden Goldregen gelten bereits 3-4 Früchte bzw. 15-20 Samen als tödliche Dosis bei Kindern.
Die Herbstzeitlose, die zwischen August und Oktober zart rosa bis lilafarben blüht, wird oft mit Bärlauch und Krokussen verwechselt und dadurch als harmlos eingestuft. Die Blume, die auch den Beinamen Giftkrokus trägt, enthält jedoch das Gift Colchicin, das Ähnlichkeiten mit Arsen aufweist. Giftig sind alle Teile der zur Familie der Liliengewächse zählende Pflanze. Besonders gefährlich sind die zahlreichen, dunkelbraunen Samen. Bereits 5-10 Samen können Erwachsene, eine wesentlich geringere Dosis Kinder in Lebensgefahr bringen. Auch die Tollkirsche gehört nicht in einen Familiengarten, denn alle Pflanzenteile und insbesondere die Früchte enthalten hochwirksames Gift. Bereits zwei Beeren können für Kinder und zehn für Erwachsene lebensgefährlich sein.