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Wohnen mit Kindern


Bei der Raumplanung an den Nachwuchs denken
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie sehen die Welt mit eigenen Augen und aus einer anderen Perspektive. Und: Kinder wohnen anders. Spontaner, intuitiver, praktischer. Genau das sollte ihr Kinderzimmer widerspiegeln.

Kinder haben noch keine festen Lebensgewohnheiten. Sie ändern ständig ihre Vorlieben. Überhaupt verlangen Kinder Flexibilität in der Raumplanung. Sie wollen spielen und sich bewegen. Deshalb sollten Sie den Raum für das Kinder-/Spielzimmer nicht zu knapp bemessen.

Nele ist ein richtiges Puppenmütterchen. Den ausrangierten Nachttisch hat Papa zum Puppenkleiderschrank umgebaut und in ihr eigenes Häuschen unter der Dachschräge gestellt. Dort versorgt Nele ihre Puppenkinder. Und wenn Paul sie besuchen kommt, spielen sie ?Vater, Mutter, Kind?. Mama hat das ?Haus? unter der Dachschräge aus Stoffbahnen gefertigt, die bei Bedarf einfach hochgerollt werden können. Je nach Lust und Laune wird daraus eine Räuberhöhle, ein Puppenhaus oder ein Indianerzelt.

Ein einfaches Moskitonetz über Neles Bett wird zum Traum-Himmel: mit etwas Farbe, ein paar Leuchtsternen und einem Mobile. Eine Lichterkette oder eine witzige Motivlampe machen den Schlafplatz zur gemütlichen Kuschelecke.

   
Gerade wenn das Kinderzimmer nicht so groß ist, ist es toll, wenn man Platz sparende und vielseitig einsetzbare Spiel-Accessoires hat. Ein Vorhang mit Fenstern und aufgenähten Stofftaschen wird mit einer Klemmstange einfach in den Türrahmen gespannt. Fertig ist das Kasperle-Theater, der Kaufmannsladen oder Fahrkarten-Schalter.
   
Aus dem Gitterbettchen, in dem sie als Baby schlief, haben Neles Eltern mit wenigen Handgriffen ein Juniorbett gemacht. Dort, wo sich früher die Windeln stapelten, steht jetzt das Bücherregal in Kinderaugenhöhe. Die Wickelkommode ist nur noch halb so tief, nachdem der Wickelaufsatz abgeschraubt wurde. Das Gästesofa hat Mama mit einem neuen, bunten Stoff bezogen. Es steht jetzt in Neles Zimmer, ist Schlafplatz für kleine Übernachtungsgäste, Platz zum Rumlümmeln, Toben oder einfach nur Sitzgelegenheit für die vielen Puppen und Kuscheltiere. ?Die müssen sich ja schließlich auch mal ausruhen", findet Nele.
   

Kinder wollen spielen ? und zwar überall in der Wohnung. Wenn es um die Sicherheit geht, sind dem Spaß und der freien Entfaltung natürlich Grenzen gesetzt. Kinder können Gefahren nicht oder nur schwer einschätzen. Aber selbst dann siegen Neugier und Spieltrieb oft über die Vorsicht. Sind kleine Kinder im Haus, wird es Zeit, Ihr Zuhause kindersicher zu machen. Dazu sollten Sie sich mal auf alle Viere begeben und so die Zimmer erkunden. Sie werden feststellen, dass Sie mitunter Gefahrenquellen entdecken, an die Sie vorher nie gedacht hätten: scharfe Kanten in Kinderaugenhöhe, hervorstehende Schrauben, Nägel und, und, und. Natürlich sollen Kinder lernen, sich in ihrer Umgebung frei zu bewegen, dennoch sollten neben den obligatorischen Sicherungen für Steckdosen auch folgende Ratschläge beherzigt werden:

  • Spitze Ecken und Kanten vermeiden oder entschärfen
  • Treppen sichern
  • Glastüren in Kinderhöhe deutlich kennzeichnen
  • Bodenbeläge nicht zu glatt wählen
  • Sprossenabstand bei Gittern/Zäunen/Geländern nicht mehr als 7,5 cm
  • Schränke/Schubladen mit ?gefährlichem? Inhalt (Reinigungsmittel, Werkzeuge etc.) unbedingt sichern

© Insignio (cp)

   
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