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Wohnst du noch oder lebst du schon?


Vom Wandel des Wohnraumes zum individuellen Lebensraum
Wie wird sich das Wohnen in den kommenden Jahrzehnten wandeln? Wohin entwickeln sich unsere Wohn- und Lebensräume? Fragen, denen Experten und Zukunftsforscher in den letzten Jahren vermehrt nachgehen. Eindeutige Antworten darauf gibt es nicht. Der Trend zu mehr "Wohnkultur" ist jedoch unverkennbar.
Keine Frage, mit ihrem Slogan "Wohnst du noch oder lebst du schon?" haben die Marketing-Strategen von IKEA den Nagel auf den Kopf getroffen: Unsere Wohnkultur hat sich verändert. Wohnen hat einen neuen Stellenwert in unserer Gesellschaft erreicht. Der Wohlfühl-Faktor und natürlich der Ausdruck eines individuellen Lebensgefühles setzen neue Maßstäbe, wenn es darum geht, sich zu Hause einzurichten. Dabei werden wir natürlich von der Außenwelt beeinflusst: Informationsgesellschaft, Mobilität und Globalisierung sind nicht nur Schlagworte, sie wirken sich auf unser privates (Zusammen-)Leben aus und bilden die Basis für die Wohnformen der Zukunft.
   
Die Technik spielt im Heim der Zukunft eine herausragende Rolle. Sie dient dazu, das Leben so bequem wie möglich zu gestalten. Die Vision vom eigenständig computergesteuerten "smarten" Haus ist schon heute zu verwirklichen. Ob sich der Trend jedoch in dieser Form durchsetzen wird, ob wir in einigen Jahrzehnten in komplett ausgestatteten mobilen Wohncontainern leben oder ob wir lieber in einer natürlicheren Umgebung wohnen, lässt sich nicht genau vorhersagen. Zu vielfältig sind die technischen Möglichkeiten, zu individuell auf der anderen Seite der Geschmack jedes Einzelnen.
   

Sich einigeln, dem Stress draußen entkommen, Rückzugsmöglichkeiten nutzen - so könnte man das Wohngefühl beschreiben, bei dem Sinnlichkeit und Gefühl oberste Priorität genießen. In einer rationalen schnelllebigen Informationsgesellschaft wird das eigene Heim zum Ruhepol für gestresste Zeitgenossen. Dies äußert sich darin, dass in den vergangenen Jahren das Wohnen um Ausdruck eines Lebensgefühles geworden ist.

Die Wohnung sagt viel über den Menschen aus, der darin lebt. Längst ist die Wohnung nicht mehr nur Übernachtungsplatz, sondern Raum zum Leben, in dem jeder seine individuellen Ansprüche an Wohnqualität befriedigt. Nicht umsonst wandeln sich unsere Bäder immer mehr zu Wellness-Oasen, wird die Küche zum Gesellschaftsraum und der Keller zum Fitness-Center.
   

Folgende Stilrichtungen sind heute mehr denn je gefragt:

  • Purismus: Verzicht auf Überflüssiges, Orientierung an der neuen Mobilität. "Living in a box" beschreibt ein Wohngefühl, das jederzeit in der Lage ist, sich neuen Lebensräumen und -umständen anzupassen.
  • Avantgarde: Die bis ins Detail durchgestylte Wohnung spiegelt den Trend zur Selbstdarstellung wider. Die technischen Möglichkeiten werden ausgeschöpft, erlaubt ist alles, was das Leben einfacher macht.
  • Asiatische Einflüsse, Feng Shui und Zen-Kultur: Nicht nur asiatisch speisen ist "chic". Ein Hauch asiatischer Wohnkultur hält Einzug in viele Heime. Diese Orientierung in östliche Gefilde schenkt neue Impulse, bietet aber auch Orientierungshilfen in einer Welt, die immer unübersichtlicher wird. Diese Form der Lebensraumgestaltung überzeugt mit klaren Linien und schlichter Eleganz.
  • Gelungen gemixt: Starke Farben und eine Mischung unterschiedlichster Stilrichtungen sind Ausdruck des jeweiligen individuellen Wohngefühls. Eine große Auswahl an Wohn-Accessoires wie Kissen, Lampen, Teppiche, Deko-Artikel macht den Mustermix perfekt.
  • Lasst Farben sprechen: Knallfarben sprechen eine eigene Sprache und lassen keinen Platz für schlechte Laune. Wem das Regenbogenspektrum zu bunt ist, mischt aus Tönen einer Farbrichtung. Blau- und Grüntöne werden mit leuchtenden Gelbtupfern aufgepeppt.

© Insignio (cp)

   
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